Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Multiple Sklerose

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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Pharma Neu
Ergenyl® Chrono nicht substituieren!

Ergenyl® Chrono (Sanofi) mit dem bewährten Wirkstoff Valproat/ Valproinsäure, zugelassen zur Therapie der Epilepsie und manischer Episoden bei bipolaren Störungen, steht seit 1. August 2016 auf der Substitutionsausschlussliste. Nach dieser Festlegung durch den GB-A darf es also in...

Deutscher Schmerzkongress 2017, 11.–14. Okt. 2017 in Mannheim
Mit dem Patienten gemeinsam die Therapie optimieren

Die Jahrestagung der Deutschen Schmerzgesellschaft (DSG) e.V. und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) e.V., kurz Deutscher Schmerzkongress 2017, stand unter dem Motto „Gemeinsam entscheiden“. Mit etwa 40 wissenschaftlichen Symposien (einschl. Pflegesymposien) sowie zahlreichen Kursen und Seminaren deckte der Schmerzkongress, der etwa 2000 Besucher verzeichnen konnte, das gesamte Themenspektrum der Schmerzdiagnostik und -therapie ab.

7th Joint ECTRIMS/ACTRIMS Meeting, 25.−28. Okt. 2017 in Paris
Progressive MS-Formen im Fokus von Forschung und Therapie

Ende Oktober fand das 7. gemeinsame Treffen des European und Americas Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS/ACTRIMS) statt. Wie die Organisatoren mitteilten, fanden 10 157 Besucher aus fast 100 Ländern den Weg nach Paris. Ein klarer wissenschaftlicher Fokus lag auf diesem Kongress bei den progressiven Verlausformen. Dies betraf sowohl den Übergang von einer schubförmigen MS (RRMS) in eine sekundär-progressive MS (SPMS) und den Verlauf bei Patienten mit primär-progressiver MS (PPMS) als auch neue bzw. zukünftige Behandlungsoptionen. Neben zahlreichen Erstpräsentationen neuer Phase-II- und -III-Studienergebnisse wurden neue MS-Leitlinien und überarbeitete Diagnosekriterien vorgestellt.

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Neurologen würdigen neue MS-Immuntherapeutika

Die Neurologen setzen bei der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) auf neue immunmodulierende Antikörper: Den Preis für das Innovativste Produkt teilen sich 2017 Zinbryta® von Biogen und Ocrevus® von Roche Pharma. Die Facharztgruppe...

Original Pressemitteilung:
CME-Webcast „AED Interaktionen" Update 2017!

Ein rezertifizierter CME-Webcast des Schattauer-Verlages, mit Prof. Dr. Andreas Schulze-Bonhage, Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums im Neurozentrum der Universitätsklinik Freiburg, bietet einen detaillierten Überblick über m&...

Antisense-Oligonukleotid bei SMA
Wichtige motorische Meilensteine

Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine seltene, potentiell lebensbedrohliche neuromuskuläre Erkrankung. Mit dem Antisense-Oligonukleotid Nusinersen steht nun seit Juni vergangenen Jahres erstmals ein zugelassener Wirkstoff zur Verfügung. Die neue Behandlungsoption wurde auf einem von Biogen unterstützten Satellitensymposium beim DGKJ in Köln diskutiert.

Quelle: Satellitensymposium: „Neue Therapieoption für die Behandlung der spinalen Muskelatrophie“, Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Köln, 21. Sept. 2017. Veranstalter: Biogen Nusinersen: Spinraza®

Prävalenz, Merkmale und Verlauf
Pseudobulbäre Affektstörung bei ALS

Eine pseudobulbäre Affektstörung (PBA), gekennzeichnet durch pathologische (situativ unangemessene) Gefühlsäußerungen wie Weinen und Lachen ist bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS) mit einer geschätzten Prävalenz von 20 bis > 50% alles andere als selten – und häufig fehl- bzw. unterdiagnostiziert. Zudem liegen nur begrenzte Informationen über assoziierte klinische Merkmale und auch den Verlauf vor. Damit befassten sich jetzt US-Neurologen.

Quelle: Thakore NJ, Pioro EP: Laughter, crying and sadness in ALS. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2017; 88(10): 825-31

iCBT und Körperübungen
Langzeiteffekte auf Beschäftigungsstatus?

Eine Depression torpediert u. a. die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen. Die Langzeiteffekte einer internet-basierten kognitiv-behavioralen Therapie (iCBT) und körperlicher Übungen auf Beschäftigungsstatus und Krankschreibungen wurde anhand von Subgruppenanalysen einer großen randomisierten kontrollierten Studie beschrieben.

Quelle: Kaldo V et al.: Effects of internet-based cognitive behavioural therapy ... Occup Environ Med 2017 [Epub 26. Sept.; doi: 10.1136/oemed-2017-104326.]

Prävention bei vestibulärer Migräne
Venlafaxin, Flunarizin und Valproat verglichen

Die Behandlungsoptionen bei vestibulärer Migräne (VM) sind eher experten- als evidenzbasiert. Nun wurden mit Venlafaxin, Flunarizin und Valproat drei prophylaktisch eingesetzte Medikamente in einer kleinen Head-to-head-Studie miteinander verglichen. Vorrangig ging es um die Schwindelvermeidung.

Quelle: Liu F et al.: The efficacy of venlafaxine, flunarizine, and valproic acid in the prophylaxis of vestibular migraine. Front Neurol 2017; 8: 524 [Epub 11. Okt.; doi: 10.3389/fneur.2017.00524]

Monoklonale CGRP-Antikörper
Eine neue Ära der Migräneprophylaxe?

Zwei ausgewiesene Kopfschmerzexperten aus Großbritannien befassten sich in einer Übersichtsarbeit mit den neuen, noch in klinischer Prüfung befindlichen monoklonalen Calcitonin gene-related peptide (CGRP)-Antikörpern zur Prävention von Migräneattacken. Eine Übersicht und ein Statement.

Quelle: Tso AR, Goadsby PJ: Anti-CGRP monoclonal antibodies: the next era of migraine prevention? Curr Treat Options Neurol 2017; 19(8): 27 [Epub 27. Juni; doi: 10.1007/s11940-017-0463-4]

Motorik, NMS, NPS und MCI
Was reduziert die Lebensqualität am stärksten?

Nicht-motorische Symptome (NMS) der Parkinson-Krankheit können sich auf die Lebensqualität negativer auswirken als die motorischen Beeinträchtigungen. Jetzt wurden von Schweizer Neurologen die Korrelationen von neuropsychiatrischen Symptomen (NPS) wie Depression und Angst und einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) untereinander und mit der Lebensqualität geprüft.

Quelle: Wiesli D et al.: Influence of mild cognitive impairment, depression, and anxiety on the quality of life of patients with Parkinson disease. Dement Geriatr Cogn Dis Extra 2017; 7(3): 297-308

Therapie mit Ropinirol und L-Dopa
Risikofaktoren für Tagesmüdigkeit und Depression?

Die Auffassung ist etabliert, dass dopaminerge Therapien, insbesondere Dopaminagonisten, bei Parkinson-Patienten als Nebenwirkung eine (teils massive) Tagesmüdigkeit hervorrufen können. Risikofaktoren dafür – und den möglichen Einfluss einer Depression – wurden jetzt in einer nicht kleinen Patientenkohorte untersucht, die mit Ropinirol und L-Dopa behandelt wurde.

Quelle: Kang SY et al.: Sleepiness and depression in Parkinson‘ s disease patients treated with ropinirole and levodopa. J Mov Disord 2017; 10(3): 123-9

Hochdosiertes, pharmazeutisch reines Biotin bei progredienter MS
MD1003 auch im „Real life" wirksam

MD1003 hat sich in der Behandlung von Patienten mit primär und sekundär progredienter MS in der Phase-III-Studie MS-SPI in der Verbesserung vorbestehender Behinderungen als wirksam erwiesen. Jetzt wurden auf einem von MedDay unterstützten Satellitensymposium auf dem 7. gemeinsamen ECTRIMS/ACTRIMS-Treffen neue unterstützende klinische Daten vorgestellt.

Quelle: Satellitensymposium: „New horizons in progressive multiple sclerosis“, 7. gemeinsames ECTRIMS/ACTRIMS-Treffen, 26. Okt. 2017, Paris. Unterstützt von MedDay

Erste orale Kurzzeittherapie
Neue ECTRIMS-Daten zu Cladribin

Seit September dieses Jahres sind Cladribin-Tabletten auch in der EU für MS-Patienten mit hoher Krankheitsaktivität zugelassen. Die Kurzzeittherapie mit oraler Verabreichung an maximal 20 Tagen innerhalb von zwei Jahren hat nachweislich eine bis zu vier Jahre anhaltende klinische Wirkung. Die Wirksamkeit von Cladribin bei schubförmiger MS bestätigen nun verschiedene Studienauswertungen, die beim 7. gemeinsamen ECTRIMS/ACTRIMS-Kongress in Paris vorgestellt wurden. Außerdem belegen neue Sicherheitsanalysen das positive Risiko-Nutzen-Profil dieser oralen Kurzzeittherapie.

Quelle: Poster Poster P1143, P1878, P1142, P667, P1141 und P770, 7. gemeinsamer ECTRIMS-/ACTRIMS-Kongress, Paris, 24–28. Okt. 2017 Cladribin-Tabletten: Mavenclad®

COPTIVITY-Analyse beim ECTRIMS
Vorteile nach Umstellung auf GA40

Seit etwa drei Jahren ist das immunmodulatorische Glatirameracetat (GA) für Patienten mit schubförmiger MS auch als dreimal wöchentliche Injektion von 40 mg (GA40) verfügbar. Ein beim ECTRIMS 2017 in Paris vorgestelltes, von TEVA unterstütztes Poster belegt nun anhand der Interimsanalyse der nicht-interventionellen Studie COPTIVITY das Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofil in der „Real world“. Neben der Schubrate besserten sich auch Patient-reported Outcomes (PRO) wie Fatigue und Kognition.

Quelle: Poster Ziemssen T et al.: Multicenter open-label non-interventional study assessing the alteration of activity in ambulatory patients with relapsing forms of MS (RMS) under treatment with COPAXONE 40 mg tiw – results of an interim analysis of the NIS COPTIVITY, Poster P2.1273, ECTRIMS 2017, Paris. Unterstützt von Teva Glatirameracetat: Copaxone®

Subanalysen der MS-STAT-Studie
Doch mehr dran an Statinen bei SPMS?

In der randomisierten, Placebo-kontrollierten MS-STAT-Studie hatte hochdosiertes Simvastatin bei Patienten mit sekundär-progressiver MS (SPMS) die jährliche Hirnatrophie- Rate verringert. Jetzt wurden diverse sekundäre Endpunkte wie Kognition, neuropsychiatrische Symptome (NPS) und Lebensqualität ausgewertet.

Quelle: Chan D et al.: Effect of high-dose simvastatin on cognitive, neuropsychiatric, and health-related quality- of-life measures in secondary progressive multiple sclerosis: secondary analyses from the MS-STAT randomised, placebo-controlled trial. Lancet Neurol 2017; 16(8): 591-600

Dimethylfumarat und Natalizumab
Die Therapie an der MS-Aktivität ausrichten

Mit Dimethylfumarat (DMF) steht seit mehr als drei Jahren für die schubförmige MS eine orale verlaufsmodifizierende Therapie zur Verfügung. Für Patienten mit (hoch) aktiver MS besteht mit Natalizumab eine hochwirksame Option. Der Stellenwert dieser Therapien und aktuelle Behandlungsdaten aus der „Real world“ waren Gegenstand eines Biogen-Symposiums auf dem 90. DGN-Kongress in Leipzig.

Quelle: Satellitensymposium: „Therapie der Multiplen Sklerose: Vielfalt – Individualisierung – Orientierung“, 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leipzig, 21. Sept. 2017. Unterstützt von Biogen Dimethylfumarat (DMF): Tecfidera® Natalizumab: Tysabri

Achtjahresdaten
Persistenz und Adhärenz unter „Injectables"

Ein kanadisches Team untersuchte über annähernd acht Jahre die Persistenz mit den klassischerweise als First-line-Therapie eingesetzten Basistherapeutika, die Gründe für Therapieunterbrechungen und die Adhärenz der Patienten.

Quelle: Melesse DY et al.: Persistence to disease-modifying therapies for multiple sclerosis in a Canadian cohort Patient Prefer Adherence 2017;11: 1093-101

RMS- und PPMS-Therapie mit Ocrelizumab
ECTRIMS: Neue Daten und neue Endpunkte

Beim ECTRIMS in Paris vorgestellte Daten zur Therapie mit Ocrelizumab bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) und primär progredienter MS (PPMS) bestätigen die hohe Wirksamkeit und das günstige Sicherheitsprofil des Anti-CD20-Antikörpers. Zudem wurden mit „PIRA“ und „SEL“ zwei neue Parameter vorgestellt, mit denen sich die Progression bzw. MRT-Aktivität bei progressiven MS-Formen besser erfassen lassen.

Quelle: Satellitensymposien: „Beyond the lightbulb: exploring the known unknown“ und „Turning the lights on: Seeing is believing“, 7. gemeinsamer ECTRIMS-/ACTRIMS-Kongress, Poster und Präsentationen, Paris, 26. bzw. 27. Okt. 2017 Ocrelizumab: voraussichtlicher Handelsname Ocrevus®

Über 60 Jahre nachverfolgt
Sterblichkeit und Todesursachen bei MS

In einer norwegischen Kohortenstudie wurde über 60 Jahre nachverfolgt, woran MS-Patienten sterben und ob ihre Mortalität gegenüber der Bevölkerung erhöht ist. Das scheint auch heute noch so zu sein, aber offenbar geht es bergauf.

Quelle: Lunde HMB et al.: Survival and cause of death in multiple sclerosis: a 60-year longitudinal population study. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2017; 88(8): 621-25

Bildgebungsstudie
Dopaminfreisetzung, Kortexdicke und Symptomschwere korrelieren

Sowohl Veränderungen der dopaminergen Neurotransmission als auch kortikale Morphologie- Abweichungen scheinen in der Pathophysiologie der ADHS eine Rolle zu spielen. Korrelationen zwischen den beiden Phänomenen wurden bisher allerdings kaum untersucht. Dies leisteten nordamerikanische Ärzte nun in einer exploratorischen Analyse. Sie setzten die Kortexdicke mit den Markern der dopaminergen Neurotransmission und der Schwere der ADHS-Symptome in Relation.

Quelle: Cherkasova MV et al.: Differential associations between cortical thickness and striatal dopamine in treatment-naïve adults with ADHD vs. healthy controls. Front Hum Neurosci 2017; 11: 421 [Epub 22. Aug.; doi: 10.3389/fnhum.2017.00421]

Kindlicher IQ und Todesursachen
Kluge Kinder sterben seltener an ...

Studien haben gezeigt, dass intelligente Kinder länger leben. In einer prospektiven Studie an knapp 65 000 Menschen mit einem Follow-up von bis 68 Jahren fanden sich jetzt Verbindungen zwischen dem Intelligenzquotienten (IQ) im Kindealter und der Sterblichkeit an diversen Krankheiten, darunter KHK, Schlaganfall und Krebs.

Quelle: Calvin CM et al.: Childhood intelligence in relation to major causes of death in 68 year follow-up: prospective population study. BMJ; 357: j2708 [Epub 2017 28. Juni; doi: 10.1136/bmj.j2708]

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