Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Multiple Sklerose

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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Spezifische und Gesamtmortalität verringert
Länger leben mit Kaffee, viel Kaffee!

Kaffee ist legal, hat aber einen schlechten Ruf. In letzter Zeit werden vermehrt positive Effekte des Kaffeekonsums berichtet – eine große epidemiologische US-Studie zu den zehn häufigsten Todesursachen belegt nun eine signifikant niedrigere Mortalität.

Quelle: Loftfield E et al.: Association of coffee consumption with overall and cause-specific mortality in a large US prospective cohort study. Am J Epidemiol 2015; 182(12): 1010-22

Medizinisches und nicht-medizinisches Cannabis
Legalize it! Oder doch lieber nicht?

Für schwer kranke Patienten ohne Therapiealternativen soll medizinisches Cannabis hierzulande ab 2017 erhältlich sein (und erstattet werden). Zu „Genuss- und Rauschzwecken“ soll es tabu bleiben. Nach einigen US-Bundesstaaten ist nun Kanada im Begriff, Cannabis als Genussdroge zu legalisieren. Worum kreist die aktuelle Diskussion?

Quelle: Leyton M: Legalizing marijuana. J Psychiatry Neurosci 2016; 41(2): 75-6]

ADHS und Tourette-Syndrom
Gemeinsames und Unterschiede

Die ADHS und das Tourette-Syndrom überschneiden sich in etlichen psychopathologischen Merkmalen und Symptomen. In einer zweijährigen Follow-up-Studie arbeitete ein Forscherteam bei Kindern nun Überlappungen und Unterschiede heraus.

Quelle: Hovik KT et al.: Cognition, emotion and behavior in children with Tourette’s Syndrome and children with ADHDcombined subtype – a two-year followup study. PLoS One 2015; 10(12): e0144874 [Epub 16. Dez; doi: 10.1371/journal.pone.0144874]

Original Pressemitteilung:
Neurologisches Forum für Wissenschaft und Praxis

Berlin – Der interaktive Austausch mit Kollegen zu aktuellen Themen aus der Neurologie stand im Fokus der ZNS Dialoge® 2016. Praxiserfahrungen und neue Erkenntnisse aus den Bereichen Morbus Parkinson und Restless-Legs-Syndrom (RLS) wurden ...

Original Pressemitteilung:
Briviact®: Innovative Therapieoption für Epilepsie-Patienten mit unkontrollierten Anfällen

UCB hat am 19.01.2016 bekannt gegeben, dass die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) die Marktzulassung für Brivaracetam (Briviact®) zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit  oder ohne sekundäre Generalisierung bei ...

Nach zweijähriger Behandlung
Gewichtszunahme unter neuen Antidepressiva

Depression und Übergewicht sind häufig vergesellschaftet. Kommen Gewichtsanstiege unter einer Antidepressiva-Behandlung hinzu, erhöhen sich die Gesundheitsrisiken noch. Die Veränderungen des Körpergewichts unter der Monotherapie mit diversen modernen (‚Second-generation‘) Antidepressiva unter Langzeitbedingungen wurden jüngst in den USA unter die Lupe genommen.

Quelle: Arterburn D et al.: Long-term weight change after initiating second-generation antidepressants. J Clin Med 2016;5(4). pii: E48.[13. Apr.; doi: 10.3390/ jcm5040048

Niere, Hochdruck, Eisenmangel
RLS und somatische Krankheitsbilder

Einer umfangreichen und detaillierten Übersichtsarbeit zufolge geht das RLS mit einigen somatischen Erkrankungen einher. Hier einige der wesentlichen Erkenntnisse, die das deutsche-amerikanische Team hervorgehoben hat. Sie postulieren nicht zuletzt ein neues Krankheitskonzept.

Quelle: Trenkwalder C et al.: Restless legs syndrome associated with major diseases: A systematic review and new concept. Neurology 2016; 86(14): 1336-43

Spezifische REHA bei Schlaganfall-Patienten
Neben der Mobilität auch Kognition und Hirnaktivierung gebessert

In einer explorativen Bildgebungsstudie wurde geprüft, welchen klinischen Nutzen ein spezifisches Rehabilitationstraining bei Schlaganfall-Patienten hat. Die zugleich zur Besserung der Mobilität festgestellte Besserung der kognitiven Fähigkeiten ging der funktionellen MRT zufolge mit günstigen Veränderungen der Hirnaktivität einher.

Quelle: Landsmann B et al.: An exploratory intervention study suggests clinical benefits of training in chronic stroke to be paralleled by changes in brain activity using repeated fMRI. Clin Interv Aging. 2016; 11: 97- 103

Behandlung der Major Depression
Antidepressiva besser mit Psychotherapie kombinieren?

Ein Team dänischer, belgischer und niederländischer Forscher untersuchte in einer Übersichtsarbeit und anschließenden Metaanalyse, wie wirksam die Kombination von Pharmakotherapie und Psychotherapie bei depressiven Patienten gegenüber den jeweils einzelnen Ansätzen ist. Das kombinierte Vorgehen scheint in bestimmten Fällen vorteilhafter zu sein.

Quelle: Karyotaki E et al.: Combining pharmacotherapy and psychotherapy or monotherapy for major depression? A metaanalysis on the long-term effects. J Affect Disord 2016; 194: 144-52

Medikamenten-induzierter Kopfschmerz
Zehnminuten-Intervention in kontrollierter Studie effektiv

Die Problematik eines Analgetika-induzierten Kopfschmerzes ist schwer in den Griff zu bekommen, Entzug ist die Therapie der Wahl. Nun prüften skandinavische Spezialisten unter kontrollierten Bedingungen, ob sich auch eine sehr einfache Kurzintervention bei diesen Patienten hilfreich auswirkt.

Quelle: Kristoffersen ES et al.: Brief intervention by general practitioners for medication-overuse headache, followup after 6 months: a pragmatic cluster-randomised controlled trial. J Neurol 2016; 263(2): 344-53]

Polymorphismen bei Jugendlichen
Polygenetischer Risikoscore korreliert mit Angst und Negativsymptomatik

Im Rahmen einer großen bevölkerungsbasierten Kohortenstudie untersuchten britische Wissenschaftler an Jugendlichen, inwieweit sich für verschiedene psychiatrische Phänotypen Überlappungen mit genetischen Schizophrenie-Risiken identifizieren lassen. Die Auswertung der polygenetischen Risikoscores ergab mehrere signifikante Zusammenhänge.

Quelle: Jones HJ et al.: Phenotypic manifestation of genetic risk for schizophrenia during adolescence in the general population. JAMA Psychiatry 2016; 73(3): 221-8

CAVE: Gingiviahyperplasie unter Antiepileptika

Eine Hyperplasie des Zahnfleisches ist eine bekannte Nebenwirkung unter einer fortgesetzten Therapie mit Phenytoin, kommt allerdings auch unter anderen Antiepileptika vor. Wie häufig diese Komplikation unter Phenytoin, Valproat und Carbamazepin bei Kindern im Praxisalltag ist, untersuchte jetzt eine indische Forschergruppe.

Quelle: Suneja B et al.: A clinical evaluation of gingival overgrowth in children on antiepileptic drug therapy. J Clin Diagn Res 2016;10(1): ZC32-6 [Epub 1. Jan,; doi: 10.7860/JCDR/2016/16443.7069]

Pharmakotherapie der Epilepsie
Spezifische Nebenwirkungen erkennen und vermeiden

Nicht-tolerierte Nebenwirkungen können die Epilepsie-Behandlung torpedieren. In einer Studie „aus dem echten Leben“ wurden am Epilepsiezentrum Berlin-Brandenburg der Charité ambulant behandelte Epilepsie-Patienten auf das Auftreten spezifischer Nebenwirkungen unter verschiedenen Antiepileptika-Monotherapien untersucht. Zudem wurde versucht, Prädiktoren für eine hohe Nebenwirkungslast zu identifizieren.

Quelle: Kowski AB et al.: Specific adverse effects of antiepileptic drugs - a true-to-life monotherapy study. Epilepsy Behav 2016; 54: 150-7

Review und Metaanalyse zu MS-Patienten
Behandlung von Depression und Angst

MS-Patienten leiden zu einem außergewöhnlich großen Maß an depressiven und Angststörungen. Kanadische Wissenschaftler untersuchten in einer systematischen Übersicht und Metaanalyse die Aussichten einer medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung dieser beiden psychiatrischen Komorbiditäten.

Quelle: Fiest KM et al.: Systematic review and metaanalysis of interventions for depression and anxiety in persons with multiple sclerosis. Mult Scler Relat Disord 2016; 5: 12-26

Risikofaktor oder sehr frühes Prodrom?
Depression erhöht Parkinson-Risiko exzessiv

Viele Parkinson-Patienten leiden schon vor den ersten motorischen Manifestationen an nicht-motorischen Frühsymptomen. In einer bevölkerungsweiten Kohortenstudie wurde in Schweden untersucht, ob die Erkrankung an einer depressiven Störung mit einem anschließend erhöhten Langzeitrisiko einhergeht, einen Morbus Parkinson zu entwickeln.

Quelle: Gustafsson H et al.: Depression and subsequent risk of Parkinson disease: A nationwide cohort study. Neurology 2015; 84(24): 2422-9

Leichte Alzheimer-Demenz
Senkt moderater Alkoholkonsum die Mortalität?

Ein moderater(!) Alkoholkonsum scheint generell lebensverlängernd zu sein, doch gilt dies auch für Demenzkranke? Eine dänische Forschergruppe untersuchte nun in einer prospektiven Kohortenstudie bei Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz den Zusammenhang zwischen konsumierter Alkoholmenge und der Sterblichkeit über drei Jahre.

Quelle: Bentsen S et al.: Alcohol consumption and mortality in patients with mild Alzheimer's disease: a prospective cohort study. BMJ Open 2015; 5(12): e007851 [Epub 11. Dez.; doi: 10.1136/bmjopen- 2015-007851]

Neue Post-hoc-Analysen klinischer Studien
Das neue Safinamid ist breit einsetzbar

Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass Safinamid bei Patienten in mittleren bis späten Parkinson-Stadien mit Fluktuationen eine wirksame und sichere Add-on-Therapie zu L-Dopa darstellt. Nun zeigen neue Post-hoc-Analysen zweier Studien, dass das dopaminerg und zugleich antiglutamaterg wirkende Safinamid bei einem breiten Spektrum von Patienten wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Unabhängig von weiteren Medikamenten wurden die motorischen Fluktuationen deutlich verringert, und vier von fünf Parkinson- Kernsymptome gebessert.

Quelle: Cattaneo C et al.: Safinamide as add-on therapy to levodopa in mid- to late-stage Parkinson's disease fluctuating patients: post hoc analyses of studies 016 and SETTLE. J Parkinsons Dis 2016; 6(1):165-73 Safinamid: Xadago®

Zwei-Stadien-Theorie der MS überholt?
B-Zell-Therapie der PPMS ändert das Verständnis

Den „Anfang vom Ende“ der ätiologischen Zwei-Stadien-Theorie postulieren zwei US-Neurologen. Danach lässt sich die Unterscheidung in eine anfänglich entzündlich und später degenerativ dominierte Phase bei der schubförmigen MS (RRMS) bzw. die in eine entzündlich dominierte RRMS und eine von Anfang an degenerativ dominierte und ‚weniger entzündliche‘ primär progressive MS (PPMS) nicht mehr halten. Dies beruht insbesondere auf den Erfolgen des B-Zell-basierten Therapieansatzes mit – dem noch nicht zugelassenen – CD20-Antikörper Ocrelizumab bei RRMS- und PPMS-Patienten.

Quelle: Steinman L, Zamvil SS: Beginning of the end of twostage theory purporting that inflammation then degeneration explains pathogenesis of progressive multiple sclerosis. Curr Opin Neurol 2016; 29(3): 340-4

Therapie der Depression mit Agomelatin
Anhedonie verringern – soziale Funktionen stärken

Agomelatin reduziert aufgrund seines synergistischen Wirkprinzips nicht nur die depressiven Kernsymptome. Dass das melatonerge Antidepressivum auch die belastende Anhedonie, kognitive Störungen und die soziale Funktionsfähigkeit signifikant bessern kann, berichteten deutsche Psychiater auf einem von Servier unterstützten Satellitensymposium beim 122. DGIM-Kongress in Mannheim.

Quelle: Satellitensymposium: „Antidepressive Therapie: Wirksame und sichere Anwendung in der niedergelassenen Praxis“, 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Mannheim, 11. April 2016. Veranstalter: Servier Agomelatin: Valdoxan®

Tai-Chi in der Rehabilitation
Normales Körpertraining ist effektiver

Ob sich mit Hilfe der traditionellen Bewegungskunst Tai-Chi Symptome, Stress und Lebensqualität bei Menschen mit einer Schizophrenie verbessern lassen, haben Ärzte aus Hongkong im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie getestet.

Quelle: Ho RT et al.: A randomized controlled trial on the psychophysiological effects of physical exercise and Tai-chi in patients with chronic schizophrenia. Schizophr Res 2016; 171: 42-9

Die aktuelle Studienlage
Erhöht Rauchen das MS-Risiko?

Forscher haben in einer Metaanalyse an mehr als 20 000 Menschen untersucht, ob das Zigarettenrauchen das Risiko für eine MS-Erkrankung wirklich maßgeblich erhöht.

Quelle: Zhang P et al.: The risk of smoking on multiple sclerosis: a meta-analysis based on 20,626 cases from case-control and cohort studies. PeerJ 2016; 4: e1797 [Epub 15 März; doi: 10.7717/peerj.1797]

Voxelbasierte Morphometrie (VBM)
Hirnatrophie korreliert mit den akuten und den chronischen Läsionen

In welchen Regionen entwickelt sich die Hirnatrophie bei MS-Patienten? Stehen sie mit bestimmten Arten fokaler Läsionen im Zusammenhang? Diese Fragen versuchte eine deutsch-schweizerische Forschergruppe mit Hilfe der voxelbasierten Morphometrie (VBM) zu beantworten.

Quelle: Fox J et al.: Individual assessment of brain tissue changes in MS and the effect of focal lesions on shortterm focal atrophy development in MS: a voxel-guided morphometry study. Int J Mol Sci 2016; 17(4): pii: E489 [Epub 1. Apr.; doi: 10.3390/ijms17040489

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