THS-Outcome bei frühem Morbus Parkinson | Neuro-Depesche 9/2019

Lebensqualität sagt Lebensqualität voraus

Zertifizierte Fortbildung
In einer post-hoc-Subgruppen-Analyse der EARLYSTIM-Studie wurde nach Prädiktoren für eine Verbesserung der Lebensqualität nach tiefer Hirnstimulation (THS) des Nucleus subthalamicus (STN) bei relativ jungen Parkinson-Patienten gesucht. Eine bessere Lebensqualität wurde vor allem durch eine schlechtere Lebensqualität vor der THS prädiziert.
In der EARLYSTIM-Studie bei Parkinson-Patienten mit frühen motorischen Komplikationen war die STN-THS (n = 124) der optimierten medizinischen Behandlung als Kontrolle (n = 127) im primären Endpunkt, der krankheitsspezifischen Lebensqualität anhand des Summary Index des Parkinson‘ s Disease Questionnaires mit 39 Items (PDQ-39-SI), nach zwei Jahren überlegen. Jetzt wurde in den klinischen Basisdaten nach Prädiktoren für eine Besserung der PDQ-39-SI-Werte gesucht. Die Patienten wurden nach initialer Lebensqualität in vier Gruppen eingeteilt.
In der univariaten Analyse trugen vier Variablen zum Outcome Lebensqualität bei: PDQ-39-SI zu Baseline (p < 0,0001), depressive Symptome nach BDI (p < 0,001) und nach MÅDRS (p = 0,018) sowie tendenziell die UPDRS-III-Werte im medikamentösen Off (p = 0,216). Doch in der multivariaten Regressionsanalyse blieb – in beiden Therapiegruppen, aber ausgeprägter bei den STN-THS-Patienten – nur eine einzige signifikante Korrelation übrig: Die Veränderung des PDQ-39-SI nach 24 Monaten korrelierte mit dem PDQ-39-SI zu Studienbeginn (p < 0,05). Je schlechter die Lebensqualität zu Anfang war, desto stärker hatte sie sich nach 24 Monaten gebessert. Wider Erwarten hatte keines der übrigen demographischen und klinischen Baseline- Merkmale einen signifikanten Einfluss. JL


Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer CME-Fortbildung.

Quelle: Schuepbach WMM et al.: Quality of life predicts outcome ... Neurology 2019; 92(10): e1109-e1120 [Epub 8. Feb.; doi: 10.1212/WNL.0000000000007037]
ICD-Codes: G20

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