| Neuro-Depesche 11/2002

Zervikogener Kopfschmerz nach HWS-Distorsion

Im Rahmen einer Kohortenstudie verfolgte ein norwegisches Neurologenteam über ein Jahr die Kopfschmerzinzidenz von 587 Patienten nach HWS-Schleudertrauma.

Sechs Wochen nach einem HWS-Peitschenhiebtrauma litten 8,2% der untersuchten Patienten unter zervikogenen Kopfschmerzen, die nach dem Unfall neu aufgetreten waren. Nach sechs Monaten lag die Rate noch bei 4,4%, nach einem Jahr bei 3,4% aller Patienten. Bei 45% dieser nun als chronisch klassifizierten Kopfschmerzfälle lagen Nackenschmerzen bereits vor der HWS-Distorsion vor. In der Gesamtkohorte lag dieser Anteil nur bei 15%. Zusätzlich litten 65% der Patienten mit chronischem zervikogenen Kopfschmerz und 24% der Gesamtkohorte vor dem Trauma unter nicht näher klassifizierten Kopfschmerzen. Bei der ersten Untersuchung in der Notaufnahme waren 65% der Patienten mit späteren chronischen zervikogenen Kopfschmerzen und 41% der Kohorte in mehr als einem Freiheitsgrad bewegungseingeschränkt.

Quelle: Drottning, M: Cervicogenic headache (CEH) after whiplash injury., Zeitschrift: CEPHALALGIA, Ausgabe 22 (2002), Seiten: 165-171

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