Forschung & Entwicklung

Neuro-Depesche 1-2/2019

Taurin potenziert Antikonvulsiva-Wirkung

Dass Taurin die antikonvulsive Wirkung der GABA-A-Agonisten Muscimol und Pentobarbital potenzieren kann, wiesen jetzt Forscher im Hippocampus der Maus (4. - 7. postnataler Tag) nach: Experimentell induzierte epileptiforme Entladungen wurden durch 0,5 und 5 μmol/l Muscimol verringert. 0,1 und 0,5 mmol/l Taurin hatten allein eine prokonvulsive, bei gleichzeitiger Gabe von Muscimol jedoch eine antikonvulsive Wirkung. Zudem wurde die antikonvulsive Wirkung von 100 und 200 μmol/l Pentobarbital in Gegenwart von 0,5 μmol/l Taurin verstärkt. Die Modulation der GABA-A-Rezeptoren durch Taurin könnte therapeutisch nutzbar sein.

Quelle:

Winkler P et al.: Taurine potentiates the anticonvulsive effect of the GABAA agonist muscimol and pentobarbital in the immature mouse hippocampus. Epilepsia 2019 [Epub 25. Jan.; doi: 10.1111/epi.14651]

ICD-Codes: G40.9
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