Prophylaxe der Migräne | Praxis-Depesche 22/2003

Q10 (Nano-Quinon) beugt den Attacken vor

Für Migräne-Patienten hat Prophylaxe einen hohen Stellenwert. Kann ihnen mit Ubichinon (Coenzym Q10) geholfen werden?

In der Pathogenese der Migräne spielt wahrscheinlich ein Energiedefizit der Mitochondrien - sie sind die Energielieferanten der Zelle - eine wichtige Rolle. Riboflavin-Hochdosen verbessern den Energiestoffwechsel und schützen vor Migräne. Q10 ist ebenfalls aktiv in der biochemischen Atmungskette. In einer offenen Studie hatte es sich bereits wirksam in der Migräne-Prophylaxe gezeigt. P. S. Sandor et al. führten nunmehr eine plazebokontrollierte Doppelblindstudie durch, in der - nach einer reinen Plazebo-Phase von vier Wochen zur Bestimmung der Basalwerte - für drei Monate Q10 (100 mg dreimal täglich) bzw. Plazebo bei je 21 Migräne-Patienten eingesetzt wurde. Unter Verum gingen die Anfallshäufigkeit, die Tage mit Migräne und die Tage mit Übelkeit gegenüber der Ausgangslage signifikant zurück, unter Plazebo nicht. Die 50%-Response-Rate bezüglich der Attacken-Häufigkeit betrug unter Q10 47,6%, unter Plazebo 14,3% (Unterschied signifikant). - Ein Patient in der Q10-Gruppe schied wegen Hautallergie aus der Studie aus. Die Autoren folgern, dass Q10 einen signifikanten migräneprotektiven Effekt hat und gut verträglich ist. (WE)

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