Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Neuro-Depesche 4/2002

Neuropsychiatrische Begleiterkrankungen

Begleiterkrankungen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen könnten zur Erhellung von Ätiologie und Pathophysiologie dieser Erkrankungen beitragen.

Die Todesfälle durch Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn von 1991 bis 1996 sind vom National Center for Health Statistics erhoben worden. Beide Erkrankungen zeigten ein vergleichbares Muster an Komorbidität und waren mit vergleichbaren gastrointestinalen Komplikationen verbunden. Extraintestinale Komplikationen betrafen vor allem das hepatobiliäre System, den Urogenitaltrakt und Koagulopathien. Colitis ulcerosa ging nicht selten mit pathophysiologischen Veränderungen des Nervensystems einher, die sich in der Hirschsprung-Krankheit (Megakolon) und Schizophrenie manifestierten, während M. Crohn häufiger von Osteoporose und Amyloidose begleitet war.

Quelle: Cucino, C: The comorbid occurrence of other diagnoses in patients with ulcerative colitis and Crohn`s disease, Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF GASTROENTEROLOGY, Ausgabe 96 (2001), Seiten: 2107-2112
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