Neuro-Depesche 10/2017

Depressive Patienten

Kognitive Defizite und Suizidalität

Die bislang ungeklärten Zusammenhänge zwischen kognitiven Beeinträchtigungen und Suizidgedanken bei Patienten mit Major Depression wurden jetzt untersucht.

Bei 233 Patienten wurde die Kognition anhand der Testbatterie Brief Assessment of Cognition in Schizophrenia (BACS) und Suizidgedanken anhand von Item 3 der Hamilton Depression Rating Scale (HAM-D) beurteilt.
Bei 59,2% der Teilnehmer lagen Suizidgedanken vor. Während die BACS-Gesamtresultate nicht mit den Suizidvorstellungen korrelierten, fielen die Scores für die exekutiven Funktionen signifikant schlechter aus als bei den Patienten ohne Suizidgedanken (p < 0,005).
Bei den 138 Patienten mit Suizidvorstellungen korrelierten die Scores für die exekutiven Funktionen, aber auch die für die motorische Geschwindigkeit und dem Summenwert des BACS signifikant negativ mit dem Ausmaß der Suizidgedanken: Dies traf auf Wortflüssigkeit und -gedächtnis, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit in der BACS nicht zu. HL

Quelle:

Pu S et al.: Association between cognitive deficits and suicidal ideation in patients with major depressive disorder. Sci Rep 2017; 7(1): 11637 [Epub 14. Sept.; doi: 10.1038/s41598-017-12142-8]



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