Nach Endoskopie prädiktive Faktoren ermittelt

Neuro-Depesche 10/2020

Wer entwickelt Schluckstörungen?

Zertifizierte Fortbildung
Die klinische Diagnose einer Dysphagie ist oft schwierig, apparative Untersuchungen sind aufwändig. Bei 200 Parkinson-Patienten mit einer endoskopischen Schluckanalyse wurde nun nach klinischen Prädiktoren für deren Entstehung gesucht.
Bei den Betroffenen waren mehrere Merkmale häufiger bzw. stärker ausgeprägt, darunter Alter, männliches Geschlecht, Krankheitsdauer und -stadium, L-DopaÄquivalenzdosis (LDED) und höhere Werte der UPDRS Teil III (Motorik) und II (Alltagsaktivitäten, ADL).
Das Regressionsmodell ergab unter allen diesen Merkmalen als unabhängige, signifikante Prädiktoren einer Dysphagie nur höheres Alter (> 63,5 Jahre; p < 0,05) und höhere LDED (> 475 mg/d; p < 0,01). Der PIGD-Subtyp scheint ein weiterer Risikofaktor zu sein, so die Autoren, vermutlich weil die oropharyngealen Muskelbewegungen stärker gestört sind. JL


Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer CME-Fortbildung.

Quelle: Claus I et al.: Predictors of pharyngeal dysphagia in patients with Parkinson‘s Disease. J Parkinsons Dis 2020 [Epub 31. Juli; doi:10.3233/JPD-202081]
ICD-Codes: G20
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