Alzheimer-Demenz

Neuro-Depesche 9/2003

Verbesserung der Symptomatik durch Cholinesterasehemmer

Die Alzheimer-Demenz wird aufgrund der demographischen Entwicklung eine zunehmend größere Rolle spielen. Solange eine Heilung der progredienten Erkrankung nicht möglich ist, kommt der symptomatischen Behandlung der größte Stellenwert zu. Hier zeigen Studienlage und die klinische Erfahrung, dass die frühzeitige antidementive Therapie mit dem Cholinesterasehemmer Donepezil die Symptomatik stabilisieren und pflegende Angehörige deutlich entlasten kann.

Die ersten Zeichen einer Alzheimer-Demenz treten erst nach langem, zumeist jahrzehntelangem asymptomatischen Krankheitsprozess auf. Sobald die Schwelle zur klinischen Diagnose aber einmal überschritten ist, zeigt die Krankheit eine rasche Symptomprogredienz, erläuterte A. Kurz, München. Neben zunehmenden kognitiven Einschränkungen und Verlusten an Alltagskompetenz führen Apathie und Verhaltensprobleme in wenigen Jahren zu Pflegebedürftigkeit und Heimeinweisung. Eine frühzeitige Diagnose und die antidementive Therapie mit Donepezil kann den Patienten und ihren Angehörigen wertvolle Zeit schenken. Dieses Ergebnis vieler kontrollierter Studien bestätigte nun erneut eine offene Kohortenstudie. Mit dem eigens entwickelten Individual Symptom Score (IndiSS), wurde bei 2046 Patienten mit leichter und mittelschwerer Alzheimer-Demenz nachgewiesen, dass sich die individuell am stärksten belastenden Symptome Gedächtnisstörungen, Orientierungsstörungen sowie Antriebsverlust/Apathie nach dreimonatiger Behandlung mit Donepezil im Gruppendurchschnitt deutlich gebessert hatten. Nach insgesamt sechs Monaten kontinuierlicher Therapie war die Responderrate weiter angestiegen. (Ay)

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