Prospektive Beobachtungsstudie

Neuro-Depesche 11/2011

Übergang vom CIS zur MS geprüft

Um die Übergangsraten zu einer klinischen MS festzustellen, wurden in Barcelona Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom (CIS) in einer prospektiven Beobachtungsstudie über 24 Monate untersucht. Die Ergebnisse wurden vorerst nur in spanischer Sprache veröffentlicht.

In die multizentrische Studie eingeschlossen wurden 110 Patienten mit einem ersten demyelinisierenden, auf eine MS hinweisenden Ereignis. Die durchschnittlich 30,2 Jahre alten, zu 67% weiblichen Patienten wiesen in der MRT mindestens zwei MS-typische Herde auf.

22 Patienten schieden vorzeitig aus. Nach sechs und nach 24 Monaten erfüllten die Poser-Kriterien 19% bzw. 45% der Patienten, die sensibleren McDonald-Kriterien sogar 63% bzw. 71%. Bereits über die zwei Jahre hatte sich in der Kohorte eine signifikante Hirnatrophie eingestellt (-1,2%; p < 0, 001), während der Wert der Expanded Disability Status Scale (EDSS) gesunken war (-0,94; p < 0, 001).

Damit wurden die in internationalen Studien gefundenen Konversionsraten vom CIS zu einer MS grundsätzlich repliziert. JL

Quelle: Sastre-Garriga J et al.: Spanish multi-centre observational study of the first attacks suggestive of multiple sclerosis: the PREM cohort, Zeitschrift: REVISTA DE NEUROLOGIA, Ausgabe 53 (2011), Seiten: 577-583
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