| Neuro-Depesche 3/2007

tTGA-Aktivität erhöht, aber keine Prävalenzzunahme

Italienische Neurologen prüften, ob bei Patienten mit peripherer Neuropathie die Werte für Antikörper gegen die Gewebe-Transglutaminase (tTG) erhöht sind. Dann wurde untersucht, inwieweit Korrelationen mit den neurophysiologischen Befunden bzw. mit Anti-Glycolipid-Antikörpern als Beleg für eine gleichzeitig vorliegende Zöliakie bestehen.

Bestimmt wurden die tTG-Immunglobulin A-Werte im Serum von 220 Patienten mit Polyneuro- bzw. Polyradikulopathien (akut inflammatorisch: n = 90; chronisch inflammatorisch: n = 56; nicht-entzündlich: n = 74) und 110 Patienten mit Motoneuronenerkrankung (Motor Neuron Disease, MND). Verglichen wurden sie mit 68 gesunden Kontrollen und 100 Patienten mit gesicherter Zöliakie ohne neurologische Symptome.

Bei sieben der insgesamt 330 neurologischen Patienten (2,1%; 6 Patienten mit Polyneuropathie und 1 Patient mit MND) fanden sich gegenüber den Kontrollen stark, bei 61 (18,4%) leicht erhöhte tTGA-Werte. Zöliakie-Patienten dagegen wiesen zu 99% pathologisch erhöhte tTGA-Werte auf. Ihre Konzentration fiel zudem noch im Durchschnitt signifikant höher aus als die der neurologischen Patienten.

Erhöhte tTGA-Werte waren bei den neurologischen Patienten mit stärkeren Symptombeeinträchtigungen assoziiert, ein Zusammenhang mit dem Vorliegen von Anti-Glycolipid-Antikörper bestand aber nicht.

Quelle: Mata, S: Anti-tissue transglutaminase IgA antibodies in peripheral neuropathy and motor neuronopathy, Zeitschrift: ACTA NEUROLOGICA SCANDINAVICA, Ausgabe 114 (2006), Seiten: 54-58

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