Schneller Wirkeintritt von Pramipexol

Neuro-Depesche 9/2006

Symptome nachts und am Tage gebessert

In aktuellen klinischen Studien wurde die Wirksamkeit von Pramipexol in der Behandlung von RLS-Patienten erneut bestätigt: Die Symptome wurden durch den non-ergolinen Dopaminagonisten nachts und auch tagsüber rasch und anhaltend gelindert, Schlafqualität und Lebensqualität besserten sich ebenfalls.

Die Studiendaten belegen das günstige Wirkungs- und Verträglichkeitsprofil von Pramipexol, das seit April 2006 für die RLS-Therapie zugelassen ist. So wurde mithilfe der Patient Global Impression Scale (PGI) die frühzeitig einsetzende Wirkung von Pramipexol in einer Studie an Patienten dokumentiert: Bereits nach einer Woche beurteilten 42,5% der mit dem Dopaminagonisten behandelten Patienten ihren Gesundheitszustand als „viel besser“ oder „sehr viel besser“. In der Plazebogruppe waren es dagegen nur 14,1%. Diese güns tige Bewertung von Pramipexol blieb während der gesamten zwölfwöchigen Therapiephase erhalten. Dabei entfaltete sich der Behandlungseffekt bereits bei einer Anfangsdosis von nur 0,88 mg (der Base) – mit minimaler Nebenwirkungs-Inzidenz. Die RLS-Symptomatik beim Einschlafen sowie während der Nacht und des Tages ging signifikant zurück. Patienten mit mittelgradigem bis schwerem RLS waren mit ihrem Schlaf deutlich zufriedener.

Eine Studie mit „Absetz-Design“ wies ebenfalls eine deutliche Linderung der RLS-Symptome und Schlafstörungen durch Pramipexol nach: Wurde die sechsmonatige Behandlung um bis zu drei Monate fortgesetzt, dauerten die positiven Wirkungen an. Wurde der Dopaminagonist dagegen abgesetzt, verschlechterten sich Symptomatik und Schlaf rasch und deutlich. Dieser Effekt war auch für die Lebensqualität nachweisbar. Sie verbesserte sich über die bis zu neun Monate andauernde Therapie mit Pramipexol anhaltend, während sie sich bei jenen Patienten verringerte, die das Medikament nach sechs Monaten absetzten. (GS)

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