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Neuro-Depesche 10/2019

Schlaganfall-Patienten Fluoxetin geben?

In der britischen FOCUS-Studie wurden die Effekte von 20 mg/d Fluoxetin bei Patienten mit akutem Schlaganfall auf das Outcome (nach der modifizierten Rankin-Skala [mRS]) doppelblind geprüft. Es ergaben sich aber nur zwei signifikante Resultate: Die 1.564 mit dem SSRI Behandelten entwickelten seltener als die 1.563 Patienten unter Placebo in den sechs Monaten eine neue Depression (13,43 % vs. 17,21 %; p = 0,0033), zogen sich aber doppelt so häufig Knochenbrüche zu (2,88 % vs. 1,47 %; p = 0,0070). Es fand sich kein Hinweis auf mRS-Unterschiede (Odds Ratio: 0,951; p = 0,439). Somit scheint die präventive Therapie mit diesem SSRI nicht indiziert.
Quelle: Dennis M et al. (FOCUS Trial Collaboration): Effects of fluoxetine on functional outcomes after acute stroke (FOCUS): a pragmatic, doubleblind ... Lancet 2019; 393(10168): 265-74
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