PSG bei nächtlicher Atemstörung

Neuro-Depesche 3/2010

Schlafstadium 2 beachten!

US-Schlafforscher nahmen in einer Längsschnittstudie die Schlafstadien-Veränderungen bei Kindern mit und ohne nächtliche Atemstörungen unter die Lupe.

Im Abstand von einem Jahr untersucht wurden 48 Kinder (5–12 Jahre alt), die ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) mit einem Apnoe/Hypopnoe-Index ≥ 1,5 aufwiesen und für eine Adenotonsillektomie vorgesehen gewesen waren. 20 Kinder ohne OSAS dienten als Kontrollgruppe. Beurteilt wurden die Daten der Polysomnographie (PSG) zur Dauer der einzelnen Schlafstadien und des ununterbrochenen Schlafes

Die Zahl der Schlafstadienwechsel, die Anteile an Schlafstadium 1 und 2 an der Gesamtschlafzeit, die durchschnittliche Dauer im Stadium 2 und im REM-Schlaf unterschieden sich zwischen den Kindern mit und ohne OSAS anfänglich signifikant (p < 0,05), doch nur die durchschnittliche Schafstadium-2-Dauer erwies sich in der Regressionsanalyse als von den übrigen PSG-Variablen unabhängig (p = 0,03). Auch nach der Adenotonsillektomie ein Jahr später ließen sich Patienten und Kontrollen anhand verschiedener PSG-Parameter unterscheiden, allerdings waren erneut nur die Veränderungen in der durchschnittlichen Schafstadium-2-Dauer von anderen Variablen unabhängig signifikant (p = 0,01). JL

Kommentar
?! Wenn andere Größen keine Unterschiede zeigen, könnte die Dauer des Schaftstadiums 2 bzw. deren Veränderungen einen wichtigen Parameter in der PSG-Auswertung bei Patienten darstellen.
Quelle: Chervin, RD: Sleep stage dynamics differ between children with and without obstructive sleep apnea., Zeitschrift: SLEEP, Ausgabe 32 (2009), Seiten: 1325-1332
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