Häufiger als vermutet | Neuro-Depesche 10/2000

Schlafbezogene Atemstörungen nach zerebralen Ischämien In einer prospektiven Studie untersuchten Neurologen Prävalenz, Typ und Ausprägung schlafbezogener Atemstörungen bei Patienten einer Stroke Unit.

Mittels eines tragbaren Aufzeichnungsgeräts wurden die Atmungsparameter bei 161 Patienten (TIA: 24,2%, ischämischer Infarkt: 69,6%, hämorrhagischer Infarkt: 6,2%) in der Akutphase nach 48 bis 72 Stunden und nach Stabilisierung drei Monate später festgehalten. In der Akutphase wiesen 116 Patienten (71,4%) einen Schlafapnoe-Index (AHI) von >10, 45 Patienten (28%) von >30 auf. Es fanden sich weder signifikante Zusammenhänge zwischen Atemstörungen sowie vaskulärer und parenchymatöser Topographie von Infarkt/TIA, noch Beziehungen zum Typ des zerebralen Ereignisses. Lediglich die Häufigkeit apnoischer Zustände nach dem Central Apnea Index (CAI) war bei den Patienten mit TIA geringer als bei den Patienten mit Infarkt. Vermehrte Atemstörungen zeigten sich bei Infarkten des Hirnstamms. Eine Cheyne-Stokes-Atmung wurde bei 42 Patienten (26,1%) festgestellt. In der stabilen Phase wiesen weniger, nämlich 53 der 86 erneut untersuchten Patienten (61,6%) einen AHI >10 und 17 (19,8%) einen AHI >30 auf. Die AHI- und CAI-Werte waren mit einem Gruppendurchschnitt von 16,9 vs. 22,4 und 3,3 vs. 6,2 signifikant niedriger als in der Akutphase, während der Index obstruktiver Apnoen praktisch unverändert blieb. Cheyne-Stokes-Atmung fand sich nur bei sechs der 86 Patienten (7,3%).

Mittels eines tragbaren Aufzeichnungsgeräts wurden die Atmungsparameter bei 161 Patienten (TIA: 24,2%, ischämischer Infarkt: 69,6%, hämorrhagischer Infarkt: 6,2%) in der Akutphase nach 48 bis 72 Stunden und nach Stabilisierung drei Monate später festgehalten. In der Akutphase wiesen 116 Patienten (71,4%) einen Schlafapnoe-Index (AHI) von >10, 45 Patienten (28%) von >30 auf. Es fanden sich weder signifikante Zusammenhänge zwischen Atemstörungen sowie vaskulärer und parenchymatöser Topographie von Infarkt/TIA, noch Beziehungen zum Typ des zerebralen Ereignisses. Lediglich die Häufigkeit apnoischer Zustände nach dem Central Apnea Index (CAI) war bei den Patienten mit TIA geringer als bei den Patienten mit Infarkt. Vermehrte Atemstörungen zeigten sich bei Infarkten des Hirnstamms. Eine Cheyne-Stokes-Atmung wurde bei 42 Patienten (26,1%) festgestellt. In der stabilen Phase wiesen weniger, nämlich 53 der 86 erneut untersuchten Patienten (61,6%) einen AHI >10 und 17 (19,8%) einen AHI >30 auf. Die AHI- und CAI-Werte waren mit einem Gruppendurchschnitt von 16,9 vs. 22,4 und 3,3 vs. 6,2 signifikant niedriger als in der Akutphase, während der Index obstruktiver Apnoen praktisch unverändert blieb. Cheyne-Stokes-Atmung fand sich nur bei sechs der 86 Patienten (7,3%).

Quelle: Parra, O: Time course of sleep-related breathing disorders in first-ever stroke or transient ischemic attack, Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF RESPIRATORY AND CRITICAL CARE MEDICINE, Ausgabe 161 (2000), Seiten: 375-380

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