STN-Stimulation

Neuro-Depesche 12/2005

Prädiktoren für den Therapieerfolg?

Parkinson-Patienten in späten Krankheitsstadien können erheblich von einer Stimulation (DBS) des Nucleus subthalamicus (STN) profitieren. Jetzt wurde anhand von MRT-Befunden nach Prädiktoren für den Behandlungserfolg gesucht.

40 Parkinson-Patienten waren mit einer bilateralen STN-DBS behandelt worden. Präoperativ wurden per MRT die Volumina des Gesamthirnparenchyms sowie die von Nucleus caudatus, Putamen, Pallidum und Nucleus ruber bestimmt und als normalisierte Prozentanteile des intrakranialen Volumens angegeben. Ferner wurden die Umrisse des Mesencephalon vermessen. Die klinischen Untersuchungen nach UPDRS erfolgten einen Monat vor und sechs Monate nach dem Eingriff. Die Alltagsaktivitäten (ADL) besserten sich um 59%, die motorische Funktionen um 62% und die Dyskinesien um 78%, die L-Dopa-Dosen wurden um 70% reduziert. Die Parenchym-Volumina waren bei älteren Patienten und längerer Krankheitsdauer geringer, für das Therapieergebnis aber überwiegend nicht prädiktiv. Das normalisierte Volumen des Nucleus caudatus erwies sich als Prädiktor nicht nur der prä-, sondern auch der postoperativen L-Dopa-Äquivalenzdosis. ADL und Motorik wurden insbesondere bei Patienten mit kleinerem normalisiertem Mesencephalon weniger gebessert. (EJW)

Quelle: Bonneville, F: Parkinson disease, brain volumes, and subthalamic nucleus stimulation, Zeitschrift: NEUROLOGY, Ausgabe 64 (2005), Seiten: 1598-1604
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