| Neuro-Depesche 7/2015

„POP" für Ultra-Hoch-Risikopersonen

Norwegische Psychiater stellen die Studie Prevention Of Psychosis (POP) bei Ultra-Hoch- Risikopersonen bzw. Menschen in der Prodromalphase vor. Wie wird detektiert und interveniert, was wird erwartet?

Aufbauend auf der Studie Early Treatment and Intervention in Psychosis (TIPS) soll mit POP die Psychose-Inzidenz reduziert werden.
In einem Gebiet (Stavanger und Fonna) werden Informationskampagnen durchgeführt und Personen (13–65 Jahre alt) mithilfe eines Prodromal Detection and Treatment Program identifiziert – und über zwei Jahre (mit einer Vielzahl von Maßnahmen wie Edukation, CBT etc.) behandelt. Die resultierende Inzidenz einer manifesten Psychose soll mit der in zwei Gebieten ohne ein solches Prodromal-Interventionsprogramm (Bergen und Østfold) verglichen werden. Es wird von einer Zahl von ca.250 Indexfällen ausgegangen. Erwartet wird eine deutliche Senkung der Konversionsrate, die derzeit bei etwa 10% bis 20% über zwei Jahre beträgt. Ob positiv oder negativ verlaufend, Erkenntnisse zur Prodromalphase sind garantiert. JL

Quelle:

Joa I et al.: Primary prevention of psychosis through interventions in the symptomatic prodromal phase, a pragmatic Norwegian Ultra High Risk study. BMC Psychiatry 2015; 15: 89 [Epub. 22. April; doi: 10.1186/s12888-015-0470-5]

ICD-Codes: F29

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