Zwei neue Fälle | Neuro-Depesche 10/2004

Pleura- und Retroperitonealfibrose

Es werden zwei neue Patienten vorgestellt, die unter dem ergolinen Dopaminagonisten (DA) Pergolid pleurale bzw. retroperitoneale Fibrosen entwickelten.

Im ersten Fall handelt es sich um einen seit zwölf Jahren mit M. Parkinson diagnostizierten 65-jährigen Mann, der acht Jahre lang mit Pergolid (bis 7,5 mg/d) behandelt wurde. Bei der Abklärung von Husten und Dyspnoe (später auch Beinödeme und Dysurie) ergab sich im MRT ein Pleura-Erguss. Eine Nadelbiopsie zeigte eine unspezifische Entzündung. Bei erhöhten BSG-Werten (100 mm/h) wies ein Abdomen-CT auf eine Retroperitonealfibrose hin. Die im Pyelogramm sichtbaren Strikturen beider Ureteren erforderten eine Stent-Implantation. Unter Prednison (60 mg/d für sechs Wochen) kam es zu einer dramatischen Besserung. Im zweiten Fall, einem 71-Jährigen mit Restless legs Syndrom (RLS) und neu auf- getretener Atemnot, war seit etwa zwei Jahren Pergolid (bis 5 mg/d) verabreicht worden. Die nach dem Röntgenbefund durchgeführte Nadelbiopsie ergab eine chronische Entzündung des Lungengewebes und eine interstitielle Fibrose. Nach Absetzen von Pergolid besserte sich die Dyspnoe allmählich.

Quelle: Agarwal, P: The diagnosis of management of pergolide-induced fibrosis., Zeitschrift: MOVEMENT DISORDERS, Ausgabe 19 (2004), Seiten: S390-S391

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