Schlaganfall in jungen Jahren | Neuro-Depesche 3/2005

Methionin-Belastungstest zur Homocystein-Bestimmung ist aufschlussreicher

Ischämische Insulte sind bei Menschen unter 45 Jahren relativ selten, bei 7-35% dieser Patienten bleibt die Ätiologie des Schlaganfall unklar. Mediziner untersuchten nun den Homocystein-Stoffwechsel bei jungen Schlaganfallpatienten.

Homocystein gilt als atherogen und prothrombotisch, ein erhöhter Spiegel als Risikofaktor für thrombotische und ischämische Ereignisse. In die Fall-Kontroll-Studie wurden 42 Schlaganfallpatienten und 29 kardio- und zerebrovaskulär gesunde Probanden eingeschlossen. Bei jedem Studienteilnehmer wurden im Nüchternblut die Werte für Homocystein, Folsäure und Vitamin B12 bestimmt. Danach erhielten die Patienten per os eine festgelegte Menge Methionin. 120 und 240 Minuten danach wurde erneut Blut abgenommen. Die basalen Homocystein-Werte waren bei Patienten und Kontrollpersonen in etwa gleich. Die 120- und 240-Minuten-Werte nach der Methionin-Belastung unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen dagegen signifikant und waren mit 17,8 vs. 11,6 µmol/l bei den Patienten deutlich höher.


Quelle: Beccia, M: Young stroke and basal plasma and post-methionine load homocysteine and cysteine levels 1 year after the acute event: do plasma folates make to difference?, Zeitschrift: EUROPEAN JOURNAL OF NEUROLOGY, Ausgabe 11 (2004), Seiten: 269-275

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