Langzeittherapie der RRMS mit Glatirameracetat

Neuro-Depesche 7-8/2020

Mehr Sicherheit und Adhärenz

Eine MS und ihre schubprophylaktische Therapie begleiten die Betroffenen oft über Jahrzehnte. Mit Glatirameracetat steht in Deutschland seit fast 20 Jahren eine verlässliche (Langzeit-) Therapie der schubförmigen MS (RRMS) zur Verfügung, die u. a. auch bei Patientinnen mit Kinderwunsch eingesetzt werden kann. Dies schilderten jüngst zwei MS-erfahrene Neurolog/innen in einem virtuellen Pressegespräch von Teva.
Wir sollten unbedingt abwägen, welcher Strategieansatz für einen Patienten am besten geeignet ist“, schilderte PD Dr. Mathias Buttmann, Bad Mergentheim. „Für einen Patienten mit hochaktiver Erkrankung kann eine hochaktive Primärtherapie am besten geeignet sein, während bei einer nicht selten weniger aktiven Erkrankung auch unter längerfristiger Perspektive eine weniger stark wirksame, dafür besonders sichere Therapie die beste Option darstellen kann.“ Aufgrund ihres guten Nutzen-Risiko-Profils haben „Injectables“ wie GA, für das mehr als zwei Millionen Patientenjahre Erfahrungen vorliegen, immer noch einen hohen Stellenwert. Eine prospektive Langzeitstudie verdeutlicht die Bedeutung eines frühen Therapiestarts: Die von Anfang an mit GA behandelten Patienten wiesen über bis zu 27 Jahre eine jährliche Schubrate von 0,3, die erst 36 Monate später GA erhaltenden Patienten aber von 0,4 auf (RR: 0,79; p = 0,13).
Da der postnatale Schubraten-Anstieg durch den prägraviden Einsatz einer DMT mutmaßlich reduziert wird, „empfiehlt es sich, Medikamente zu nutzen, die bis zur Konzeption eingesetzt werden können“, empfahl Dr. Birte Elias-Hamp, Hamburg. Unter GA ist nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung auch eine Schwangerschaft möglich. Sowohl die weltweite GA-Sicherheitsdatenbank (> 8.000 Schwangerschaften) als auch das MS- und Kinderwunsch- Register (DMSKW) zeigen, dass unter GA z. B. Fehlbildungen oder Frühgeburten nicht zunehmen.
Seit März 2019 steht ein Fertigpen zur Verfügung, der die dreimal wöchentliche Selbstinjektion von GA 40 mg/ml vereinfacht. Mit der schnellen und diskreten Anwendung kann der COPAXONE PEN® 40 mg die Flexibilität der Patienten in allen Lebenssituationen und damit potenziell auch die so wichtige Adhärenz erhöhen. Dies ist auch das Ziele des Patientensupportprogramms „Aktiv mit MS“ (www.aktiv-mit-ms.de). JL
Quelle: Virtuelles Pressegespräch: „Stellenwert der Injectables in der MS-Therapie – der COPAXONE PEN® punktet im Behandlungsalltag“, 5.6.2020
ICD-Codes: G35
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