Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei neuropathischem Schmerz

Neuro-Depesche 7-8/2021

M1-rTMS wirksamer als DLPFC-rTMS?

In einer randomisierten placebokontrollierten Studie reduzierte die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) des motorischen Kortex (M1) über 25 Wochen neuropathische Schmerzen stärker als die rTMS des dorsolateralen Präfrontalkortex (DLPFC).
146 Patienten wurden zu drei Gruppen randomisiert. Gegenüber der Scheinstimulation reduzierte die M1-rTMS die Schmerzintensität nach Brief Pain Inventory signifikant (−0,048; p = 0,01), nicht aber die DLPFC-rTMS (−0,003; p = 0,9).
Nur die M1-, nicht die DLPFC-rTMS, war der Schein-rTMS auch in etlichen sekundären Parametern überlegen. Schmerzqualität, Stimmung, Schlaf und Lebensqualität besserten sich dagegen im Verlauf in allen drei Gruppen ähnlich. Kopfschmerz als Shäufigste Nebenwirkung trat bei 17 M1-Patienten (34,7 %) und 23 DLPFC-Patienten (44,2 %) auf – ohne signifikanten Unterschied zur Schein-rTMS (n = 13; 27,1 %; p = 0,2).
Die Autoren attestieren der M1-rTMS bei neuropathischem Schmerz einen hohen klinischen Nutzen und ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil. HL
Quelle: Attal N et al.: Repetitive transcranial magnetic stimulation for neuropathic pain: a randomized multicentre sham-controlled trial. Brain 2021 [Epub 1. Juli; doi: 10.1093/brain/awab208]
ICD-Codes: G62.9
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