Subjektive Angaben vs. objektive Befunde

Neuro-Depesche 12/2005

Ist die Wahrnehmung der Schlafqualität adäquat?

Subjektiv empfundene Schlafstörungen lassen sich nicht immer objektivieren, messbare Schlafbeeinträchtigungen müssen sich nicht als wahrnehmbare Schlafstörung manifestieren. Nun wurde die Übereinstimmung zwischen subjektiven Angaben und objektiven Befunden in der Polysomnographie (PSG) bei Parkinson-Patienten erfasst und mit der Schlafperzeption gesunder Älterer verglichen.

17 Parkinson-Patienten (Durchschnittsalter 64 Jahre, Hoehn-und-Yahr-Stadium 2,1) und 62 gleich alte Probanden ohne offenkundige Schlafstörung dokumentierten zuhause 14 Tage lang ihre Schlafqualität auf einer vorgegebenen Skala (SSA). An zwei Tagen fand eine umfassende PSG statt. Verglichen mit den Kontrollen ergab sich bei den Parkinson-Patienten ein subjektiv reduzierter Schlaf auf der SSA, eine verminderte Aufwachqualität, eine herabgesetzte Schlafdauer und eine reduzierte Schlafeffizienz. Sie klagten auch häufiger über somatische Beschwerden. Die subjektiven Beschwerden der Patienten bestätigten sich in der PSG-Variable Schlafeffizienz, die wiederum mit dem Befinden beim Erwachen korrelierte.

Quelle: Happe, S: Perception of sleep: Subjective versus objective sleep parameters in patients with Parkinson's disease in comparison with healthy elderly controls sleep perception in Parkinson's disease and controls, Zeitschrift: JOURNAL OF NEUROLOGY, Ausgabe 252 (2005), Seiten: 936-943
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