STN-DBS

Neuro-Depesche 2/2006

Intraoperative TCS zur Elektrodenpositionierung?

Die tiefe Hirnstimulation (DBS) des Nucleus subthalamicus (STN) ist eine mittlerweile etablierte Behandlungsoption bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung. Neu ist die intraoperative Positionsüberwachung der Elektroden durch die transkranielle Sonographie (TCS).

Bei acht langjährig erkrankten Parkinsonpatienten mit Fluktuationen und L-Dopa-induzierten Hyperkinesien wurde die TCS während der stereotaktischen Implantation eingesetzt. Die Platzierung der Testsonde konnte dabei durch ein "passendes" Fenster präaurikulär (über dem Jochbeinbogen) verfolgt werden. Dank der räumlichen Nähe des STN zu der - bei Parkinson-Patienten in der Regel hyperechogenen - S. nigra und zum Nucl. ruber ließ sich die Elektrodenspitze sehr gut darstellen. Eine lateraler Abstand von 10,5-11,5 mm zur Mittellinie, verifiziert durch die Ventrikulographie, korrelierte mit dem besten Ansprechen der Symptome (Rigor, Hypokinesie) auf die im STN applizierten elektrischen Impulse. Bei vier der acht Patienten wurde allerdings eine Repositionierung der Elektroden notwendig, so dass die aus der TCS resultierende Exaktheit als suboptimal bezeichnet werden muss.

Quelle: Moringlane, JR: Peroperative transcranial sonography for electrode placement into the targeted subthalamic nucleus of patients with parkinson disease: technical note, Zeitschrift: SURGICAL NEUROLOGY, Ausgabe 63 (2005), Seiten: 66-69
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