Studiendaten | Neuro-Depesche 4/2018

Impulstherapie der MS mit Alemtuzumab

Ohne kontinuierliche Einnahme von MS-Medikamenten kann die Impulstherapie mit Alemtuzumab (Lemtrada®, Genzyme) nachhaltig die Schubrate reduzieren, die Behinderungsprogression verlangsamen und den Hirnvolumenverlust bremsen. Die als zwei (5- bzw. 3-tägige) Behandlungsphasen im Jahresabstand erfolgende Gabe des Anti-CD52-Antikörpers führte in der Langzeitstudie TOPAZ zu anhaltenden Therapieeffekten: So blieb die jährliche Schubrate bei den RRMS-Patienten der Phase-III-Studien CAREMS- I- und -II mit 0,13 und 0,14 auch in Jahr 7 sehr gering. Zudem zeigte sich die Behinderung nach EDSS über die sieben Jahre mehrheitlich stabil oder besserte sich. Die unter Alemtuzumab erzielte Verlangsamung der Hirnatrophie- Zunahme setzte sich in TOPAZ fort: U. a. sank der mediane jährliche Hirnparenchymverlust bei den CARE-MS-I-Teilnehmern von 0,59% im ersten auf 0,16% im siebten Jahr, also auf das Niveau Gesunder (0,2–0,4%) – obwohl 59% der Patienten keine weitere immunmodulatorische Behandlung erhalten hatten.


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