Magnetresonanzspektroskopie bei DAT | Neuro-Depesche 5/2003

Hippokampus-Befunde geben rasch Auskunft

Typische Hirnveränderungen bei Patienten mit Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) lassen sich mit der protonengewichteten Magnetresonanzspektroskopie (1H-MRS) rascher als mit der herkömmlichen MRT erfassen.

Die 1H-MRS wurde bei 36 DAT-Patienten und 22 gesunden Kontrollen angewendet. Anhand der Protonenspektren aus Hippokampus, den beiden lateralen Temporallappen und den Okzipitallappen wurde die Konzentration von N-Acetylaspartat (NAA), Gesamtcreatin (tCr) und Cholin-Verbindungen (Cho) ermittelt. Die Akquisitionszeiten betrugen lediglich elf Minuten. Erwartungsgemäß war bei den DAT-Patienten das NAA/tCr-Verhältnis im Hippokampus bilateral signifikant vermindert, das Cho/tCr-Verhältnis konstant geblieben. Im Okzipitallappen ließen sich keine signifikante Veränderungen von NAA/tCr- oder Cho/tCr-Raten nachweisen, unerwarteterweise waren auch die Werte im Temporallappen unauffällig.

Quelle: Block, W: Regional N-acetylaspertate reduction in the hippocampus detected with fast proton magnetic resonance spectroscopic imaging in patients with Alzheimer disease, Zeitschrift: ARCHIVES OF NEUROLOGY, Ausgabe 59 (2002), Seiten: 828-834

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