| Neuro-Depesche 6/2005

GAD: Erkrankungsalter prägt die Symptomatik

Bei älteren Patienten mit Generalisierter Angsterkrankung (GAD) prägt Untersuchungsergebnissen zufolge der frühe bzw. späte Erkrankungsbeginn die Symptomatik erheblich. Früh Erkrankte scheinen einen vergleichsweise schweren Verlauf zu haben.

Bei einer Stichprobe von 67 GAD-Patienten Jahren erfolgte eine genaue Prüfung der Psychopathologie, der demographischen Parameter und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. 38 (57%) Patienten waren früh, 29 (43%) spät an GAD erkrankt. Bei frühem Krankheitsbeginn (< 50 Jahre) war eine höhere Rate an psychiatrischer Komorbidität (soziale Phobie, Panikstörung, Depression), Psychopharmaka-Einnahme und an pathologischer Sorge als GAD-Symptom nachweisbar. Den Interviews zufolge wurde die GAD bei ihnen global als schwerer erachtet. Bei spätem Krankheitsbeginn (> 50 Jahre) wurden häufiger funktionelle Beeinträchtigungen (nach Short Form 36) auf Grund körperlicher Probleme festgestellt. Kognition, Lebensqualität, Angst und Depressivität unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant. (EJW)

Quelle: Le Roux, H: Age at onset of generalized anxiety disorder in older adults, Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF GERIATRIC PSYCHIATRY, Ausgabe 13 (2005), Seiten: 23-30

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