Schwellenländer holen auf | Neuro-Depesche 9/2007

Die Parkinson-Prävalenz nimmt weltweit zu

Weltweit nehmen die Lebenserwartung und damit die altersassoziierten Erkrankungen zu. Epidemiologen projezierten nun die gegenwärtigen Zahlen der Parkinson-Prävalenz auf das Jahr 2030.

In den Länder mit den größten Populationen, zu denen in Europa auch Deutschland zählt und in Asien u. a. China, Indien und Japan sowie in Amerika die USA, betrug die Zahl der Parkinson-Patienten 2005 4,1 bis 4,7 Millionen. Für 2030 wird mit mehr als einer Verdoppelung gerechnet (8,7 bis 9,3 Millionen Menschen)

Offenbar wird eine weltregionale Umverteilung stattfinden: Der Anteil Chinas z. B. wird von 48% auf 57% wachsen, während er in Westeuropa und den USA von 29% auf 21% sinken wird. Dennoch wird die absolute Zahl an Parkinson-Patienten in den fünf größten westeuropäischen Ländern von 820 000 auf geschätzte 1,2 Millionen anwachsen. In Deutschland werden es dann statt 110 000 (2005) 150 000 Patienten sein. Auffällig ist die hohe Zahl Erkrankter in den südeuropäischen Ländern. Bei einer niedrigen Bevölkerung als hierzulande werden in Italien und Spanien derzeit 240 000 bzw. 260 000 Fälle gezählt. (rf)

Quelle: Dorsey, ER: Projekt number of people with Parkinson disease in the most populous nations, 2005 through 2030, Zeitschrift: NEUROLOGY, Ausgabe 68 (2007), Seiten: 384-386

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