Berliner Altersstudie (BASE) | Neuro-Depesche 4/2000

DHEA-S-Wert - Risikofaktor für Alzheimer-Demenz

In einer Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen Alzheimer-Krankheit und niedrigen Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEA-S)-Werten untersucht.

Die DHEA-S-Plasmaspiegel von 14 Patienten der Berliner Altersstudie, die in den nachfolgenden drei Jahren eine Alzheimer-Demenz entwickelten, wurden mit denen zweier Kontrollgruppen verglichen: Gruppe A (n = 14) bestand aus Personen mit entsprechenden Merkmalen hinsichtlich Geschlecht, Alter, Multimorbidität und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit. In Gruppe B (n = 13) entsprachen die Patienten nach Geschlecht und Alter den beiden anderen Gruppen, waren aber "sehr gesund", d. h. weitgehend frei von alterstypischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die durchschnittlichen DHEA-S-Plasmakonzentrationen korrelierten invers mit dem Alter. Sie lagen bei 1,02 µmol/l. Gegenüber den Werten der Kontrollgruppe A mit 1,89 ergab sich ein signifikanter, gegenüber denen der Gruppe B mit 1,70 µmol/l ein grenzwertig signifikanter Unterschied. Entgegen der Erwartung lagen die DHEA-S-Werte der "gesunden" Personen nicht höher als die der nicht-dementen multimorbiden.

Quelle: Hillen, T: DHEA-S plasma levels and incidence ofAlzheimer's disease, Zeitschrift: BIOLOGICAL PSYCHIATRY, Ausgabe 47 (2000), Seiten: 161-3

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