Therapieoptionen | Neuro-Depesche 11/2018

Cariprazin bei Negativsymptomatik

Das Antipsychotikum Cariprazin (Reagila®, Recordati) weist mit einer fast zehnfach höheren Affinität zum D3- als zum D2-Dopamin-Rezeptor ein einzigartiges Rezeptorprofil auf. In einer direkten Vergleichsstudie gegenüber Risperidon hatte das Antipsychotikum zusätzlich zur Positivsymptomatik auch die Negativsymptomatik der schizophren erkrankten Patienten und deren Funktionsniveau verbessert. Nach einer positiven Einschätzung durch das IQWiG waren die patientenrelevanten Vorteile von Cariprazin gegenüber Risperidon bei der Langzeitbehandlung maßgeblich für die positive Bewertung eines Zusatznutzens für die Therapie der Schizophrenie von Patienten mit überwiegender Negativsymptomatik durch den G-BA. Damit wurde erstmals seit Einführung des AMNOG-Verfahrens 2011 einem Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen ein therapierelevanter Zusatznutzen bescheinigt. Auch das Sicherheitsprofil von Reagila® ist günstig, das Medikament hat keine nachteiligen Effekte auf Prolaktinspiegel, QT-Verlängerung, die Gewichtszunahme und metabolische Parameter. Mit dem Beschluss vom 4. Okt. 2018 bestätigt der G-BA den Stellenwert von Cariprazin als ein innovatives Antipsychotikum.


ICD-Codes: F20.9

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