Diffusionsgewichtete MRT bei Apoplex | Neuro-Depesche 1/2004

Auch kleine Infarktherde nachweisbar

Weiterentwicklungen haben die diffusionsgewichtete MRT (DWI) zu einem empfindlichen Instrument zum Nachweis kleiner akuter ischämischer ZNS-Läsionen werden lassen. Die Methode wurde nun mit Erfolg bei Patienten eingesetzt, die lediglich eine Dysarthrie als Symptom aufwiesen.

Mittels DWI untersucht wurden sechs Patienten (34 bis 82 Jahre), die sich mit einer isolierten Dysarthrie ohne oder mit nur geringfügigen weiteren neurologischen Symptomen wie z. B. einer leichten unteren Fazialisparese oder Dysphagie vorstellten. Die Dysarthrie war leicht bis mittelschwer ausgeprägt, bei fünf Patienten persistierend. Der Symptombeginn lag ein bis drei Tage zurück. Als Risikofaktoren wurden Hypertonie, Zigarettenrauchen, Vorhofflimmern und ein persistierendes Foramen ovale dokumentiert. Die MR-Angiogramme waren bei vier Patienten ohne Befund, bei einem Patienten fand sich eine schwere Stenose der Karotis und bei einem eine Okklusion der mittleren Zerebralarterie. Während in der T2-gewichteten MRT keine Läsionen erkennbar waren, ließen sich mittels DWI bei fünf Patienten nah an der Hirnoberfläche liegende Infarkte und bei einem eine hämorrhagische Läsion nachweisen.


Quelle: Kim, JS: Pure dysarthria due to small cortical stroke, Zeitschrift: NEUROLOGY, Ausgabe 60 (2003), Seiten: 1178-1180

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