Kampfeinsatz im Irak oder in Afghanistan

Neuro-Depesche 5/2008

An PTBS erkrankt fast jeder Zehnte

Spielt der Kampfeinsatz die wesentliche Rolle für die Entstehung einer PTBS bei Soldaten oder reicht schon die Entsendung ins Kriegsgebiet? US-Militärangehörige wurden dazu in einer großen, prospektiv angelegten Kohortenstudie untersucht.

50184 Teilnehmer der 2001 bis 2003 gebildeten Kohorte konnten 2004 bis 2006 nachuntersucht werden. Mehr als 40% waren in den Irak oder nach Afghanistan entsendet worden. Die PTBS-Diag­nose erfolgte nach der Posttraumatic Stress Disorder Checklist des DSM IV.

Die PTBS-Inzidenz in der Gesamtgruppe betrug 10 bis 13 Fälle pro 1000 Personenjahre. Eine Belastungsstörung entwickelte sich bei 7,6 bis 8,7% der entsendeten Personen mit Kampfeinsatz, bei 1,4 bis 2,1% der Entsendeten ohne Kampfexposition und bei 2,3 bis 3,0% der Daheimgebliebenen.

Quelle: Smith, TC: New onset and persistent symptoms of post-traumatic stress disorder self reported after deployment and combat exposures: prospective population based US military cohort study, Zeitschrift: BRITISH MEDICAL JOURNAL, Ausgabe 336 (2008), Seiten: 366-371
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