Schizophrenie

Genom-weite Assoziationsstudie bei Schizophrenie
Fünf neue Gen-Loci für Atypika-Response

Das Ansprechen auf die diversen Antipsychotika ist hochvariabel und kaum vorhersagbar. Chinesische Forscher fanden jetzt in einer genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) bei Patienten mit Schizophrenie fünf neue Gen-Loci für die Antipsychotika-Response.

Quelle: Yu H et al. für das Chinese Antipsychotics Pharmacogenomics Consortium: Five novel loci associated ... Lancet Psychiatry 2018 [Epub 1. März; doi: 10.1016/ S2215-0366(18)30049-X 1]

Kognitive Remediationstherapie
Auch Hippokampus-Volumen nimmt zu

Die kognitive Remediationstherapie (Cognitive remediation therapy, CRT) kann die neurokognitiven Beeinträchtigungen schizophren erkrankter Patienten wirksam verringern. In einer randomisierten und kontrollierten Studie untersuchten japanische Forscher jetzt, ob die CRT zusätzlich auch Effekte auf kortikale Hirnstrukturen hat.

Quelle: Morimoto T et al.: Computer-assisted cognitive remediation therapy ... BMC Psychiatry 2018; 18(1): 83 [Epub 27. März; doi: 10.1186/s12888-018-1667-1]

Substanz-induzierte Psychose
Wie hoch ist das spätere Schizophrenie und Bipolar-Risiko?

An der Uniklinik Kopenhagen wurde untersucht, wie viele Patienten in den Jahren nach einer Substanz-induzierten Psychose die Diagnose einer Schizophrenie oder bipolaren Störung erhalten. Darüber hinaus wurde nach prädiktiven Faktoren für diese Konversion gesucht.

Quelle: Starzer MSK et al.: Rates and predictors of conversion to schizophrenia or bipolar disorder following substance- induced psychosis. Am J Psychiatry 2017 [Epub 28. Nov.; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.17020223]

Service
Relaunch: www. schizophrenie24x7.de

Unter dem Motto „Schizophrenie ist nicht mein Leben – Meine Moves sind mein Leben!“ bietet die überarbeitete Webseite www.schizophrenie24x7.de von Janssen Deutschland eine hilfreiche Anlaufstelle, um sich über die psychische Erkrankung zu informieren. Dort werden viele ...

Von der Kindheit zum Erwachsenenalter
So verändert sich die Kognition im Verlauf

Kognitive Dysfunktionen sind ein Kernmerkmal der Schizophrenie. Wie sich die einzelnen kognitiven Fähigkeiten der Patienten von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter verändern, wurde jetzt im Rahmen der prospektiven Geburtskohortenstudie Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC) erforscht.

Quelle: Mollon J et al.: Course of cognitive development from infancy to early adulthood in the psychosis spectrum. JAMA Psychiatry 2018 [Epub 31. Jan.; doi: 10.1001/jamapsychiatry.2017.4327]

MST bei therapierefraktärer Schizophrenie
Bessere BPRS-Scores, höhere Lebensqualität

Die Magnetic seizure therapy (MST) ist ein vielversprechendes neues Neuromodulationsverfahren. Nachdem die Technik in Studien bei depressiven Patienten – bei guter Verträglichkeit – zu klinischen Besserungen geführt hat, wurde sie nun erstmals bei therapieresistenten Patienten mit Schizophrenie eingesetzt.

Quelle: Tang VM et al.: Magnetic seizure therapy in treatment- resistant schizophrenia: a pilot study. Front Psychiatry 2018; 8: 310 [Epub 16. Jan.; doi: 10.3389/ fpsyt.2017.00310]

„Umbrella-Review"
Was verursacht Psychosen?

Unter diesem Titel veröffentlichte eine internationale Arbeitsgruppe eine Übersichtsarbeit zu den derzeit bekannten protektiven und Risikofaktoren für psychotische Erkrankungen. Die 170 geprüften Einzelfaktoren erhielten unterschiedliche Evidenzgrade.

Quelle: Radua J et al.: What causes psychosis? An umbrella review of risk and protective factors. World Psychiatry 2018; 17(1): 49-66

Therapierefraktäre Schizophrenie
Mortalität unter Clozapin halbiert?

Die Schizophrenie geht aus vielen Gründen mit einer massiv erhöhten Sterblichkeit einher. Wie sich die Mortalität bei Patienten mit behandlungsrefraktärer Schizophrenie unter einer Therapie mit dem Reserve-Atypikum Clozapin darstellt, wurde nun von dänischen Psychiatern in einer großen bevölkerungsbasierten Kohorte untersucht.

Quelle: Wimberley T et al.: Mortality and self-harm in association ... Am J Psychiatry 2017; appiajp201716091097 [Epub 28. Juli; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.16091097]

Head-to-head-Studie
Cariprazin gegen Negativsymptomatik?

Negative Symptome wie Rückzug, affektive Verflachung, Anhedonie etc. stellen noch immer ein großes Behandlungsproblem dar. Sie wurden in einer randomisierten Headto- head-Studie durch das neue orale Antipsychotikum Cariprazin spezifisch gebessert.

Quelle: Németh G et al.: Cariprazine versus risperidone monotherapy for treatment of predominant negative symptoms in ... Lancet 2017; 389(10074): 1103-13

Hintergrund und Hypothese
Melatonin gegen metabolische Atypika-Nebenwirkungen?

Viele atypische Antipsychotika gehen – bei besserer motorischer Verträglichkeit – mit unerwünschten Stoffwechseleffekten wie Gewichtszunahme und metabolischem Syndrom einher. Diese könnten u. a. durch eine gestörte Schlafarchitektur gefördert werden. Unter diesem Aspekt wurde jetzt die Hypothese formuliert, dass Melatonin die metabolischen Atypika-Nebenwirkungen verhüten oder verringern kann.

Quelle: Porfirio MC et al.: Can melatonin prevent or improve metabolic side effects during antipsychotic treatments? Neuropsychiatr Dis Treat 2017; 13: 2167- 74

Elektrokrampftherapie (EKT)
Klinikwiederaufnahmen fast halbiert

Die EKT kann als die wirksamste Behandlung bei therapieschwieriger bzw. -refraktärer Depression angesehen werden. Jetzt weisen US-Studiendaten einer großen Kohorte darauf hin, dass sie bei stationär behandelten Patienten mit verschiedenen schweren affektiven Störungen die Krankenhaus-Wiederaufnahmeraten deutlich reduzieren kann.

Quelle: Slade EP et al.: Association of electroconvulsive therapy with psychiatric readmissions in US hospitals. JAMA Psychiatry 2017; 74(8): 798-804

60 Jahre Placebo-kontrollierte Studien mit Antipsychotika
Was ist heute gesichert, was nicht?

Anhand einer groß angelegten systematischen Übersicht und (Bayesian-)Metaanalyse aller randomisierter, kontrollierter Doppelblindstudien der letzten 60 Jahre wurde jetzt die Wirksamkeit von Antipsychotika bei Patienten mit akuter schizophrener Psychose untersucht. Hat sich in dieser Zeit etwas verändert? Wir wirksam sind Antipsychotika?

Quelle: Leucht S et al.: Sixty years of placebo-controlled antipsychotic drug trials in acute schizophrenia: systematic review, bayesian meta-analysis, and meta-regression of efficacy predictors. Am J Psychiatry 2017 [Epub 25. Mai; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.16121358]

Moderne Behandlungskonzepte
Die Autonomie der Patienten stärken

Im Rahmen eines modularen Behandlungsansatzes ist die Adhärenz mit der antipsychotischen Medikation bei schizophren Erkrankten ein kritischer Faktor für die Rückfallprophylaxe. Die Umsetzung moderner Therapiekonzepte schilderten erfahrene Psychiater jüngst auf einem von Janssen Deutschland unterstützten Diskussionsforum.

Quelle: Pressegespräch: Erfahrungsaustausch & Diskussionsforum zur medikamentösen Therapie der Schizophrenie, Oberhausen, 06.07.2017. Gemeinsame Veranstaltung von Janssen Deutschland und dem Evangelischen Klinikum Niederrhein GmbH im Johanniter Krankenhaus Oberhausen. Paliperidonpalmitat: Xeplion®, Trevicta®

Therapie mit Aripiprazol-Depot
Ziel ist die anhaltende symptomatische und funktionelle Remission

Eine vollständige Erholung („Recovery“) ist das oberste Ziel der Schizophrenie-Therapie. Sie geht über eine dauerhafte symptomatische Remission hinaus und umfasst zusätzlich die Wiederherstellung von Alltagsfunktionen und subjektivem Wohlbefinden. Welchen Stellenwert moderne Depot-Antipsychotika wie Aripiprazol in Depotform in der effektiven phasenspezifischen Behandlung von der Frühintervention bis hin zur Erhaltungstherapie haben, erläuterten jetzt namhafte Psychiater auf einem vom Hersteller unterstützten Satellitensymposium beim 25. EPA-Kongress in Florenz.

Quelle: Satellitensymposium: „Optimising treatment strategies of schizophrenia from early to maintenance phase with atypical long-acting antipsychotics (LAI)”, 25. Kongress der European Psychiatric Association (EPA), Florenz, 3. April 2017. Unterstützt von Lundbeck Pharmaceuticals Italy S.p.A. und Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd. Aripiprazol: Abilify Maintena®

Zwillingsstudie bei Schizophrenie
Familiäre und Umwelteinflüsse auf das Hirnvolumen

Die Ätiologie der bei schizophren erkrankten Menschen konsistent festgestellten Volumenverringerungen des Gesamthirns und der grauen Substanz sowie teilweise auch der weißen Substanz ist unklar. Eine internationale Forschergruppe untersuchte nun in einer Zwillingsstudie, inwieweit genetische, familiäre und Umwelteinflüsse diese strukturellen Veränderungen der Patienten beeinflussen.

Quelle: Picchioni MM et al.: Familial and environmental influences on brain volumes in twins with schizophrenia. J Psychiatry Neurosci 2017; 42(2): 122-30

Stress-assoziierte Veränderungen
Lässt die KVT die Hypophyse schrumpfen?

Mit einer speziell auf psychotische Patienten ausgerichteten kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) lässt sich die Stressregulation bei Schizophrenie-Patienten verbessern. Inwieweit sich die KVT auf das Hypophysen-Volumen auswirkt, und ob Zusammenhänge mit kognitiven Funktionen bestehen, untersuchten jetzt britische und US-Forscher.

Quelle: Premkumar P et al.: Pituitary volume reduction in schizophrenia following cognitive behavioural therapy. Schizophr Res 2017; pii: S0920-9964(17)30222-0 [Epub 20. April; doi: 10.1016/j.schres.2017.04.035]

Service
Digitale Angebote zur Schizophrenie

Otsuka Pharma und Lundbeck – Hersteller des Atypikums Aripiprazol- Depot (Abilify Maintena®) – unterstützen mit digitalen Angeboten die Therapie von Schizophrenie-Patienten und möchten die Kompetenz des gesamten Behandlungsteams fördern: Für medizinische ...

Querschnittsstudie bei Patienten mit Schizophrenie
Was erhöht die Lebensqualität, und was verringert sie?

In einer Querschnittsstudie untersuchten tschechische und slowakische Psychiater bei Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis die Lebensqualität in Abhängigkeit von klinischen und demographischen Variablen. Sie stellten fest, dass Persönlichkeitsmerkmale, Wahrnehmung und Verhaltensprobleme wichtig sind.

Quelle: Vrbova K et al.: Quality of life, self-stigma, and hope in schizophrenia spectrum disorders: a cross-sectional study. Neuropsychiatr Dis Treat 2017; 13: 567-76

Metaanalyse zur Schizophrenie-Behandlung
Mit zweitem Antipsychotikum augmentieren?

Die Metaanalyse eines internationalen Forscherteams widmete sich der Frage nach der Evidenz für eine Augmentation der antipsychotischen Therapie schizophren erkrankter Menschen mit einem zweiten Antipsychotikum. Gegenüber einer Monotherapie ergaben sich zumeist keinerlei Vorteile, eine Substanz ausgenommen...

Quelle: Galling B et al.: Antipsychotic augmentation vs. monotherapy in schizophrenia: systematic review, meta- analysis and meta-regression analysis. World Psychiatry 2017; 16: 77-89

Patienten-zentrierte Therapieziele beachten
Höhere Lebensqualität unter Aripiprazol-Depot

An Schizophrenie erkrankte Menschen wollen ihr alltägliches Leben selbstbestimmt gestalten. Wie dieses und andere Patienten-zentrierte Therapieziele umsetzbar sind, erörterten Psychiater auf einem von Lundbeck/Otsuka unterstützten Satellitensymposium beim DGPPN-Kongress 2016. So kann die frühzeitige Therapie mit dem atypischen Depot-Antipsychotikum Aripiprazol einmal monatlich neben der Vermeidung von Rezidiven auch zum Erhalt des psychosozialen Funktionsniveaus und der Arbeitsfähigkeit sowie zu einer besseren Lebensqualität der Patienten beitragen.

Quelle: Satellitensymposium: „Behandlung für‘s Leben – was wirklich zählt für Patienten mit Schizophrenie”, DGPPN-Kongress, Berlin, 25. Nov. 2016. Veranstalter: Otsuka Pharma und Lundbeck GmbH Aripiprazol-Depot: Abilify Maintena®

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