Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Zwillingsstudie bei Schizophrenie
Familiäre und Umwelteinflüsse auf das Hirnvolumen

Die Ätiologie der bei schizophren erkrankten Menschen konsistent festgestellten Volumenverringerungen des Gesamthirns und der grauen Substanz sowie teilweise auch der weißen Substanz ist unklar. Eine internationale Forschergruppe untersuchte nun in einer Zwillingsstudie, inwieweit genetische, familiäre und Umwelteinflüsse diese strukturellen Veränderungen der Patienten beeinflussen.

Quelle: Picchioni MM et al.: Familial and environmental influences on brain volumes in twins with schizophrenia. J Psychiatry Neurosci 2017; 42(2): 122-30

ADHS und Komorbiditäten
Depression und Sucht erschweren Diagnose und Therapie

Bei erwachsenen Patienten mit einer ADHS treten häufig komorbide Störungen auf, die ein sehr heterogenes Krankheitsbild bewirken. In der Auftaktveranstaltung der von MEDICE veranstalteten reihe Praxis Workshop in Hamburg diskutierten die Teilnehmer und Referenten aktuelle Aspekte zum Thema ADHS und Komorbiditäten.

Quelle: Praxisworkshop: „ADHS und Komorbiditäten“, Hamburg, 25. Februar 2017. Veranstalter: Medice Methylphenidat: Medikinet® adult®

CAPPA: Europäische Befragung zur ADHS
Worunter leiden die Eltern besonders?

Die Eltern bzw. Familienangehörige oder andere „Caregiver“ von Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS leiden unter vielschichtigen, bislang nicht im Detail untersuchten Belastungen. Anhand der europäischen Online-Befragung „Caregiver Perspective on Pediatric ADHD“ (CAPPA) wurde nun versucht, die einzelnen Belastungen und die damit assoziierten Faktoren zu klären.

Quelle: Fridman M et al: Factors associated with caregiver burden among pharmacotherapy-treated children/ adolescents with ADHD in the Caregiver Perspective on Pediatric ADHD survey in Europe. Neuropsychiatr Dis Treat 2017; 13: 373-86

Original Pressemitteilung:
Schwierige Diagnose, anspruchsvolle Patientenbegleitung

Die Narkolepsie ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Das Erkennen leichter Erkrankungsformen, die schwierige Diagnosestellung bei Narkolepsie ohne Kataplexie (Typ 2) sowie zu wenig detailliertes Fachwissen sind die Gründe. Was außerdem ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Neurologen würdigen neue MS-Immuntherapeutika

Die Neurologen setzen bei der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) auf neue immunmodulierende Antikörper: Den Preis für das Innovativste Produkt teilen sich 2017 Zinbryta® von Biogen und Ocrevus® von Roche Pharma. Die Facharztgruppe...

AAN 2017: Teriflunomid in der TOPIC-Studie
Positive Effekte auf die kortikale Atrophie

Eine jetzt auf der 69. Jahrestagung der AAN vorgestellte Auswertung der Phase-III-Studie TOPIC zeigt, dass die einmal tägliche orale Therapie mit Teriflunomid die Atrophie der kortikalen grauen Substanz der Patienten mit einem klinisch isoliertem Syndrom (KIS) positiv beeinflussen kann. Eine kortikale Atrophie scheint u. a. mit der Behinderungsprogression und mit einer Verschlechterung der kognitiven Funktion einherzugehen.

Quelle: Posterpräsentation: Zivadinov R et al.: Evaluating the Effect of Teriflunomide on Cortical Gray Matter Atrophy in the Phase 3 TOPIC Study. Poster P6.334, 69th Annual Meeting der American Academy of Neurology (AAN), Boston/ USA, 28. April 2017. Poster unterstützt von Sanofi Genzyme Terifunomid: Aubagio®

Klinisch isoliertes Syndrom (KIS)
Schon früh kognitive Defizite und Hirnatrophie nachweisbar?

Ein klinisch isoliertes Syndrom (KIS) stellt sich sehr häufig als Erstmanifestation einer schubförmigen MS dar. Nun prüften tschechische Forscher anhand der Voxel-basierten Morphometrie, inwieweit sich auch bei diesen Patienten schon ein spezielles Muster kognitiver Beeinträchtigungen und struktureller Hirnveränderungen finden lässt, und ob es sich von dem bei einer MS unterscheidet.

Quelle: Hyncicová E et al.: Cognitive impairment and structural brain changes in patients with clinically isolated syndrome at high risk for multiple sclerosis. J Neurol 2017; 264(3): 482-93

Psychiatrische Komplikationen der THS
CAVE: Kognitive Probleme und Depression

Die tiefe Hirnstimulation (THS) – zumeist des Nucl. subthalamicus (STN) oder des Globus pallidus - pars interna (GPi) – verbessert die motorischen Parkinson- Symptome fortgeschritten erkrankter Patienten oft dramatisch, aber Studien zufolge kommt es nicht selten auch zu Nebenwirkungen. Mit den psychiatrischen Problemen im Anschluss an eine THS befassten sich nun US-Psychiater in einer Literaturübersicht.

Quelle: Davis RA et al.: Disambiguating the psychiatric sequelae of Parkinson‘s disease, deep brain stimulation, and life events: case report and literature review. Am J Psychiatry 2017; 174(1): 11-5

Behandlung von zervikaler Dystonie und Spastik
Flexibler durch komplexproteinfreies BoNT/A?

Die individuell angepasste Therapie mit höherer Flexibilität der verabreichten Dosis und Injektionsintervalle kann die Behandlung von Patienten mit zervikaler Dystonie (ZD) verbessern. Dafür bietet das einzige Komplexprotein-freie BoNT/A-Präparat Incobotulinumtoxin A (Xeomin®) gute Voraussetzungen, schilderten jüngst renommierte Experten auf einem von Merz unterstützten Satellitensymposium beim 6. Deutschen Botulinumtoxin- Kongress. Bei mehr als zehnjähriger Anwendung wurde kein Fall eines Antikörper-induzierten Therapieversagens bei therapienaiven Patienten beobachtet.

Quelle: Satellitensymposium: „Patientenorientierte Behandlung mit Xeomin®“ am 5. Mai 2017 im Rahmen des 6. Deutschen Botulinumtoxin- Kongresses, Baden Baden. Veranstalter: Merz Pharmaceuticals Incobotulinumtoxin A: Xeomin®

Suizidgedanken bei Jugendlichen
Durch Alkohol und Online-Aktivität gefördert?

In einer großen spanischen Studie wurde die Prävalenz von Suizidgedanken bei Jugendlichen untersucht. Inwieweit hängen diese – außer mit einer vorbestehenden Psychopathologie – mit Substanzkonsum und dem Ausmaß der Internetaktivitäten zusammen?

Quelle: Bousoño Serrano M et al.: Substance use or abuse, internet use, psychopathology and suicidal ideation in adolescents. Adicciones 2017; 29(2): 97-104

a-Synucleinopathien
Neuropathologie beeinflusst Demenz- Entstehung und das Überleben

Die strukturellen Veränderungen bei den großen neurodegenerativen Erkrankungen wie den verschiedenen Demenzformen und Parkinson-Syndromen werden im Hinblick auf die Pathogenese und ihren Nutzen als Biomarker intensiv beforscht. Eine US-Arbeitsgruppe befasste sich jetzt mit den Einflüssen verschiedener histopathologischer Befunde auf die Genese von a-Synucleinopathien und den klinischen Verlauf. Sie fanden u. a. Korrelation mit dem Überleben der Patienten.

Quelle: Irwin DJ et al.: Neuropathological and genetic correlates of survival and dementia onset in synucleinopathies: a retrospective analysis. Lancet Neurol 2017; 16(1): 55-65

Ischämischer Schlaganfall bei Kindern
Inzidenz epileptischer Anfälle und die wichtigsten Risikofaktoren

Wie häufig kommt es nach einem arteriellen ischämischen Schlaganfall (AIS) pädiatrischer Patienten zu epileptischen Anfällen bzw. zu einer Epilepsie-Erkrankung? Die Studienlage dazu ist mit Inzidenzen von 13% bis 67%, die zudem stark vom Lebensalter abhängen, sehr heterogen. Außerdem ist unklar, welche Prädiktoren es für die oft dramatischen Folgen gibt. Diese Fragen beantworteten jetzt US-Neurologen anhand einer retrospektiven Analyse von mehr als 200 Kindern. Im Fokus stand das Outcome der Patienten nach zwei Jahren.

Quelle: Billinghurst LL et al.: Incidence and predictors of epilepsy after pediatric arterial ischemic stroke. Neurology 2017; 88(7): 630-7

Mit CBT und Analyse verglichen
Psychosoziale Kurzintervention unterlegen?

Patienten mit einer Major Depression können von einer psychotherapeutischen Kurzintervention erheblich profitieren, bis zu 70% remittieren. Nun verglich ein britisches Team anhand der IMPACT-Studie, ob die Effekte einer CBT, Kurzzeit-Psychoanalyse und kurzen psychosozialen Intervention an Jugendlichen mittelfristig erhalten bleiben, und ob sich die drei Therapien darin unterscheiden.

Quelle: Goodyer IM et al.: Cognitive behavioural therapy and short-term psychoanalytical psychotherapy versus a brief psychosocial intervention in adolescents with unipolar major depressive disorder (IMPACT) ... Lancet Psychiatry 2017; 4(2): 109-19

Screening auf eine Major Depression
Eignet sich die Herzraten-Variabilität?

Die Herzraten-Variabilität (HRV) ist ein Maß für die Aktivität und Reaktivität des autonomen Nervensystems. Sie hat sich in etlichen Studien als viel versprechender Biomarker depressiver Erkrankungen dargestellt. Nun wurde die HRV in einer aktuellen Studie auf ihre Eignung als Screening-Tool für eine Major Depression geprüft.

Quelle: Sun G et al.: An objective screening method for major depressive disorder using logistic regression analysis of heart rate variability data obtained in a mental task paradigm. Front Psychiatry 2016; 7: 180 [Epub 4. Nov.; doi: 10.3389/fpsyt.2016.00180]

Erwachsene mit refraktärem Status epilepticus
Tod und Behinderung nach einem Jahr?

Ein refraktärer bzw. superrefraktärer Status epilepticus (rSE bzw. srSE) geht erfahrungsgemäß mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher. In einer retrospektiven populationsbasierten Studie prüften finnische Mediziner an erwachsenen, auf einer Intensiv- Station behandelten Patienten, wie das Outcome über ein Jahr ist.

Quelle: Kantanen AM et al.: Long-term outcome of refractory status epilepticus in adults: A retrospective population- based study. Epilepsy Res 2017;133: 13-21

Frontale Lobektomie bei Pharmakoresistenz
Wie ist das neuropsychologische und motorische Outcome?

Bei Patienten mit mehrfacher Therapieresistenz werden auch frontale Lobektomien durchgeführt. Nach diversen Berichten über negative Folgen untersuchten Epileptologen aus Cleveland/USA anhand einer größeren retrospektiven Kohortenstudie, welche neuropsychologischen und motorischen Folgen zu erwarten sind.

Quelle: Busch RM et al.: Neuropsychological outcome following frontal lobectomy for pharmacoresistant epilepsy in adults. Neurology 2017; 88(7): 692-700

RLS-Patienten mit Augmentation
Gehäuft irrationale Entscheidungen

Ist die Entscheidungsfindung von (dopaminerg behandelten) RLS-Patienten beeinträchtigt? Hat das Vorliegen einer Augmentation der RLS-Beschwerden darauf einen Einfluss? Die Zudammenhänge untersuchte jetzt eine Innsbrucker Forschergruppe.

Quelle: Heim B et al.: Haste makes waste: Decision making in patients with restless legs syndrome with and without augmentation. PLoS One 2017; 12(4): e0174793 [Epub 5. April; doi: 10.1371/journal.pone.0174793]

Interessanter Zusammenhang
Spielt H. pylori beim Ansprechen auf L-Dopa eine Rolle?

Studien legen nahe, dass die Anwesenheit von Helicobacter pylori bei Parkinson-Patienten die benötigte Dosis an Dopaminergika erhöhen kann. Dies und andere Befunde waren Anlass, die klinischen Merkmalen von Parkinson-Patienten mit und ohne H. pylori-Infektion zu vergleichen und zu untersuchen, ob sich durch die antibiotische Eradikation des Keimes das Ansprechen auf L-Dopa und die Symptomatik verändern.

Quelle: Mridula KR et al.: Association of Helicobacter pylori with Parkinson‘s disease. J Clin Neurol 2017; 13(2): 181-6

CAVE: Carotis-Endarteriektomie
Neuer Cluster-Kopfschmerz nach Eingriff

Ein Cluster-Kopfschmerz (CK) hat jüngeren Studien zufolge einen zentralen Ursprung und entsteht normalerweise ohne einen signifikanten äußeren Einfluss. Nun berichteten niederländische Ärzte von zwei Schlaganfall-Patienten, die diesen schweren Kopfschmerztyp nach einer Carotis- Endarteriektomie entwickelten. Wie kommt es zu solch einem sekundären CK?

Quelle: Dirkx TH, Koehler PJ: Post-operative cluster headache following carotid endarterectomy. Eur Neurol 2017; 77(3-4): 175-79

Menstruelle Migräne
Hilft ein multidisziplinärer Ansatz besser?

Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen dem Menstruationszyklus und Migräneattacken. In einer retrospektiven Studie wurde jetzt in den Niederlanden untersucht, inwieweit eine multidisziplinäre Behandlung bei Frauen mit menstrueller Migräne die Symptomatik gegenüber einer Therapie durch Neurologen allein verringern kann.

Quelle: Witteveen H et al.: Treatment of menstrual migraine; multidisciplinary or mono-disciplinary approach. J Headache Pain 2017; 18(1): 45 [Epub 17. April; doi: 10.1186/s10194-017-0752-z]

Stress-assoziierte Veränderungen
Lässt die KVT die Hypophyse schrumpfen?

Mit einer speziell auf psychotische Patienten ausgerichteten kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) lässt sich die Stressregulation bei Schizophrenie-Patienten verbessern. Inwieweit sich die KVT auf das Hypophysen-Volumen auswirkt, und ob Zusammenhänge mit kognitiven Funktionen bestehen, untersuchten jetzt britische und US-Forscher.

Quelle: Premkumar P et al.: Pituitary volume reduction in schizophrenia following cognitive behavioural therapy. Schizophr Res 2017; pii: S0920-9964(17)30222-0 [Epub 20. April; doi: 10.1016/j.schres.2017.04.035]

Atypische Parkinson-Syndrome versus IPS
Diagnostischer Marker Ganzhirnatrophie?

Gerade in den Anfangsstadien kann ein idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS) einer progressiven supranukleären Blickparese (PSP) oder einer Multisystematrophie (MSA) stark ähneln. Eine chilenische Arbeitsgruppe versuchte nun, die drei Erkrankungen anhand der Ganzhirnatrophie-Rate zu unterscheiden.

Quelle: Guevara C et al.: Retrospective diagnosis of parkinsonian syndromes using whole-brain atrophy rates. Front Aging Neurosci 2017; 9: 99 [Epub 19. April; doi: 10.3389/fnagi.2017.00099]

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