Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Multiple Sklerose

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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Kindlicher IQ und Todesursachen
Kluge Kinder sterben seltener an ...

Studien haben gezeigt, dass intelligente Kinder länger leben. In einer prospektiven Studie an knapp 65 000 Menschen mit einem Follow-up von bis 68 Jahren fanden sich jetzt Verbindungen zwischen dem Intelligenzquotienten (IQ) im Kindealter und der Sterblichkeit an diversen Krankheiten, darunter KHK, Schlaganfall und Krebs.

Quelle: Calvin CM et al.: Childhood intelligence in relation to major causes of death in 68 year follow-up: prospective population study. BMJ; 357: j2708 [Epub 2017 28. Juni; doi: 10.1136/bmj.j2708]

Wirklichkeit im heutigen Europa
Euthanasie für psychisch Kranke

„Unerträgliches Leiden“ ist die zentrale Bedingung für die Durchführung einer Euthanasie. Sie ist allerdings nirgends präzise definiert. Welche Leidensumstände psychiatrische Patienten mit dem Wunsch nach einer Euthanasie schildern, legten jetzt Experten vom belgischen „Life End Information Forum“ dar. Die Ausführungen sprechen für sich.

Quelle: Verhofstadt M et al.: When unbearable suffering incites psychiatric patients to request euthanasia: qualitative study. Br J Psychiatry 2017; 211(4): 238-45

Metaanalyse belegt Wirksamkeit
Tranylcypromin bei therapierefraktärer Depression

Bei schweren Depressionen erweisen sich viele Antidepressiva – trotz mittlerweile zahlreicher Wirkansätze – als nicht erfolgreich. Im Falle therapieresistenter Depressionen (TRD) lohnt sich ein Behandlungsversuch mit dem MAO-Hemmer Tranylcypromin, wie eine jüngst publizierte Metaanalyse belegt. Dies berichteten erfahrene Psychiater auf einem Symposium von Aristo Pharma beim DGPPN/WPA World Congress 2017 in Berlin.

Quelle: Lunchsymposium: „Tranylcypromin – effektives und sicheres Management therapieresistenter Depressionen“, DGPPN/ WPA-Kongress 2017, Berlin, 09. Oktober 2017. Veranstalter: Aristo Pharma Tranylcypromin: Jatrosom®

Original Pressemitteilung:
Ferrer Deutschland GmbH

Ferrer gibt heute bekannt, dass nach dem Verkauf des Tochterunternehmens Trommsdorff, die Vermarktung der Klinikprodukte Adasuve® (Staccato® - Loxapin®) und des Normon®-Portfolios zukünftig über die neu gegründete ...

Original Pressemitteilung:
Schwierige Diagnose, anspruchsvolle Patientenbegleitung

Die Narkolepsie ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Das Erkennen leichter Erkrankungsformen, die schwierige Diagnosestellung bei Narkolepsie ohne Kataplexie (Typ 2) sowie zu wenig detailliertes Fachwissen sind die Gründe. Was außerdem ...

Therapierefraktäre Schizophrenie
Mortalität unter Clozapin halbiert?

Die Schizophrenie geht aus vielen Gründen mit einer massiv erhöhten Sterblichkeit einher. Wie sich die Mortalität bei Patienten mit behandlungsrefraktärer Schizophrenie unter einer Therapie mit dem Reserve-Atypikum Clozapin darstellt, wurde nun von dänischen Psychiatern in einer großen bevölkerungsbasierten Kohorte untersucht.

Quelle: Wimberley T et al.: Mortality and self-harm in association ... Am J Psychiatry 2017; appiajp201716091097 [Epub 28. Juli; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.16091097]

Stimulanzien, VT, Neurostimulation und Alternatives
Was wirkt bei ADHS, was nicht?

Zur Therapie der ADHS bei Kindern und Jugendlichen existiert ein breites Spektrum an Therapieoptionen. In einem Review randomisierter Studien mit Netzwerk-Metaanalyse untersuchte ein internationales Forscherteam nun die Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedensten – üblichen und ungewöhnlichen – Behandlungsoptionen.

Quelle: Catalá-López F et al.: The pharmacological and non-pharmacological treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents: A systematic review with network meta-analyses of randomised trials. PLoS One 2017; 12(7): e0180355 [Epub 12. Juli; doi: 10.1371/journal.pone.0180355]

Blutungen unter ASS-Dauertherapie
Ältere Patienten stärker gefährdet

Etwa 40%–66% aller Erwachsenen im Alter ab 75 Jahren nehmen in den USA und Europa täglich Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS) ein, davon etwa die Hälfte zur Sekundärprophylaxe nach ischämischem Ereignis. In einer prospektiven bevölkerungsbasierten Kohortenstudie wurden nun die Blutungsrisiken unter einer ASS-Dauertherapie untersucht.

Quelle: Li L et al.: Age-specific risks, severity, time course, and outcome of bleeding on long-term antiplatelet treatment after vascular events: a population-based cohort study. Lancet 2017; 390(10093): 490-9

SSRI-Therapie der Panikstörung
Frühe Besserung – anhaltende Remission

Bei Patienten mit Panikstörung wurde unter dem SSRI Paroxetin nach früh sichtbaren Faktoren für eine anhaltende Remission und einen Therapieabbruch gesucht.

Quelle: Watanabe T et al.: Early improvement and marriage are determinants ... Clin Psychopharmacol Neurosci 2017; 15(4): 382-90

Mikroglia-Aktivierung bei Zwangskranken
Entzündung in neuronalen Netzwerken

Vermutet wird, dass bei einem gewissen Teil zwangsgestörter Patienten, vor allem jenen mit zusätzlichen neuropsychiatrischen Symptomen, in den Basalganglien neuroinflammatorische Prozesse ablaufen. Dies könnte auch auf andere Hirnstrukturen zutreffen.

Quelle: Attwells S et al.: Inflammation in the neurocircuitry of obsessive-compulsive disorder. JAMA Psychiatry 2017; 74(8): 833-40

Drittes Trimenon
Mehr als ein Drittel der Frauen hat RLS

Schlafprobleme sind bei schwangeren Frauen häufig. In einer retrospektiven Studie wurde jetzt untersucht, wie viele Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel unter RLS-Symptomen leiden und inwieweit diese mit etwaigen Schlaf-Wachstörungen in Zusammenhang stehen.

Quelle: Dunietz GL et al.: Restless legs syndrome and sleep-wake disturbances in pregnancy. J Clin Sleep Med 2017; 13(7): 863-70

Chronischer Kopfschmerz
Gibt es prognostische Faktoren?

Werden Migräne und Spannungskopfschmerz chronisch, leidet die Lebensqualität der Betroffenen massiv. In einem systematischen Review befasste sich nun ein britisches Team mit möglicherweise prognostisch relevanten Faktoren für das Outcome von Patienten mit chronischen Kopfschmerzerkrankungen – sowohl in klinischen Studien als auch bezüglich der Gesamtprognose.

Quelle: Probyn K et al für das CHESS Team: Prognostic factors for chronic headache: A systematic review. Neurology 2017; 89(3): 291-301

Head-to-head-Studie
Cariprazin gegen Negativsymptomatik?

Negative Symptome wie Rückzug, affektive Verflachung, Anhedonie etc. stellen noch immer ein großes Behandlungsproblem dar. Sie wurden in einer randomisierten Headto- head-Studie durch das neue orale Antipsychotikum Cariprazin spezifisch gebessert.

Quelle: Németh G et al.: Cariprazine versus risperidone monotherapy for treatment of predominant negative symptoms in ... Lancet 2017; 389(10074): 1103-13

Jenseits des Morbus Alzheimer?
Demenz bei den Ältesten der Alten

Menschen im Alter > 90 Jahre stellen das weltweit am stärksten wachsende Bevölkerungssegment. Dass eine Demenz unter den Hochbetagten oft spezielle und vor allem multiple Ursachen hat, legen nun zwei kalifornische Forscherinnen dar.

Quelle: Pierce AL, Kawas CH; Dementia in the oldest old: Beyond Alzheimer disease. PLoS Med 2017; 14(3): e1002263 [Epub 21. März; doi: 10.1371/journal. pmed.1002263]

Prävalenz und Diskriminierung
Neuropsychiatrische Symptome bei MNCD

Die im DSM-5 definierte „Leichte neurokognitive Störung“ (Mild neurocognitive disorder, MNCD) ist ein diagnostisches Konstrukt, das weitgehend mit dem einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) übereinstimmt. Wie häufig sind neuropsychiatrische Symptome (NPS) bei MNCD-Patienten?

Quelle: Levada OA et al.: Neuropsychiatric symptoms in patients with the main etiological types of mild neurocognitive disorders: a hospital-based case-control study. Front Psychiatry 2017; 8: 75 [Epub 4. Mai; doi: 10.3389/fpsyt.2017.00075]

Sudden unexpected death in epilepsy (SUDEP)
Prävalenz, Risikofaktoren und Praxisempfehlungen

Ein Subkomitee der American Academy of Neurology (AAN) und der American Epilepsy Society (AES) hat im Rahmen einer Praxis-Guideline zur Inzidenz, zu den Risikofaktoren und zur Patientenberatung beim Sudden unexpected death von Epilepsie-Patienten (SUDEP) Stellung genommen.

Quelle: Harden C et al.: Practice guideline summary: Sudden unexpected death in epilepsy incidence rates and risk factors: Report of the Guideline Development, Dissemination, and Implementation Subcommittee of the American Academy of Neurology and the American Epilepsy Society. Neurology 2017; 88(17): 1674-80

Chronischer Kopfschmerz
Hilft PEGASUS?

In einer schwedischen randomisierten Studie wurde der Nutzen des strukturierten Edukationsprogramms Psychoeducational groups for adults with ADHD and their significant others (PEGASUS) geprüft.

Quelle: Hirvikoski T et al.: Psychoeducational groups for adults ... Eur Psychiatry 2017;44: 141-52

Standortbestimmung
Empfehlungen zum Benzodiazepin-Entzug

Für den Benzodiazepin-Entzug existieren heute klare und evidenzbasierte Therapiestandards. Eine schrittweise Dosisreduktion sollte über mehrere Wochen erfolgen, die begleitende Psychopharmakotherapie symptomorientiert sein. Neben der Psychoedukation sind verhaltenstherapeutische und motivationsfördernder Ansätze vielversprechend. Essenziell ist und bleibt aber die Prävention.

Quelle: Soyka M: Treatment of Benzodiazepine Dependence. N Engl J Med 2017; 376: 1147-57

90. Kongress der DGN, 20.–23. September 2017 in Leipzig
Update des Neurologie-Spektrums

Zum 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Leipzig kamen rund 6000 deutsche und internationale Besucher. Die vier Tage waren dem Update des gesamten Spektrums der Neuromedizin gewidmet – von Schlaganfall über Demenzen, Bewegungsstörungen, MS etc. bis zu seltenen Erkrankungen.

Große schwedische Kohortenstudie
Parkinson-Risiko nach Vagotomie verringert

Morbus Parkinson ist durch eine a-Synucleinopathie gekennzeichnet, die in olfaktorischen und gastrointestinalen Nerven zu beginnen und auch den Nervus vagus zu betreffen scheint. Jetzt wurde in einer schwedischen Register-basierten Kohortenstudie untersucht, ob eine Vagotomie dementsprechend das Parkinson-Risiko reduzieren kann.

Quelle: Liu B et al.: Vagotomy and Parkinson disease: A Swedish register-based matched-cohort study. Neurology 2017; 88(21): 1996-2002

„Lancet Commission" zur Demenz
Synopsis zu Prävention, Interventionen und Pflege

Weltweit leiden derzeit knapp 50 Millionen Menschen unter einer Demenz. Obwohl sich die Inzidenz in einigen Ländern in letzter Zeit verringert hat, wird sich diese Zahl bis zum Jahre 2050 verdreifachen. In einer Übersichtsarbeit formulieren Demenzexperten einer „Lancet Commission“ Empfehlungen zur Prävention, zu Interventionen und zur Pflege demenzkranker Menschen.

Quelle: Livingston G et al.: Dementia prevention, intervention, and care. Lancet 2017 [Epub 19. Juli; doi: 10.1016/S0140-6736(17)31363-6]

Orale Migräne-Prävention
Die Abbruchraten sind extrem hoch

Derzeit werden zur präventiven Migränebehandlung verschiedene orale Medikamente wie Betablocker, Antidepressiva und Antiepileptika eingesetzt, die sich nicht immer durch die beste Verträglichkeit auszeichnen. Anhand von US-Verschreibungsdaten wurde nun untersucht, wie viele Patienten mit chronischer Migräne diese Prophylaktika absetzen und wie viele auf ein anderes Medikament wechseln. Die Abbruchraten sind, wie den klinischen Efahrungen nach zu erwarten war, extrem hoch.

Quelle: Hepp Z et al.: Persistence and switching patterns of oral migraine prophylactic medications among patients with chronic migraine: A retrospective claims analysis. Cephalalgia 2017; 37(5): 470-85

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