Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Gewalttätigkeit nach Entlassung aus der Psychiatrie
Ärger droht, wenn die Patienten weiter kiffen

Substanzkonsum kann sowohl psychiatrische Symptome als auch Gewalttätigkeit fördern. Anders als für Alkohol und Kokain ist die Studienlage zu dem – allgemein eher friedfertig stimmenden – Cannabis dürftig. Ob ein fortgesetzter Konsum von psychiatrischen Patienten nach deren Entlassung einen Einfluss auf gewalttätiges Verhalten hat, prüften prospektiv jetzt kanadische Psychiater.

Depressive Patienten
Kognitive Defizite und Suizidalität

Die bislang ungeklärten Zusammenhänge zwischen kognitiven Beeinträchtigungen und Suizidgedanken bei Patienten mit Major Depression wurden jetzt untersucht.

Quelle: Pu S et al.: Association between cognitive deficits and suicidal ideation in patients with major depressive disorder. Sci Rep 2017; 7(1): 11637 [Epub 14. Sept.; doi: 10.1038/s41598-017-12142-8]

Global Burden of Disease Study
Tod und Behinderung durch neurologische Krankheiten nehmen weiter zu

Zur Global Burden of Disease Study 2015 wurde jüngst eine systematische Analyse zu der spezifischen Krankheitslast durch neurologische Erkrankungen veröffentlicht. Bei den Disability-adjusted life-years (DALY‘s) und den Todesfällen belegten sie den ersten bzw. zweiten Platz. Insgesamt am häufigsten litten die Patienten noch vor demenziellen Syndromen unter Kopfschmerz-Erkrankungen.

Quelle: GBD 2015 Neurological Disorders Collaborator Group: Global, regional, and national burden of neurological disorders during 1990-2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015. Lancet Neurol 2017 [Epub 15. Sept.; doi: 10.1016/S1474- 4422(17)30299-5]

Original Pressemitteilung:
Ferrer Deutschland GmbH

Ferrer gibt heute bekannt, dass nach dem Verkauf des Tochterunternehmens Trommsdorff, die Vermarktung der Klinikprodukte Adasuve® (Staccato® - Loxapin®) und des Normon®-Portfolios zukünftig über die neu gegründete ...

Original Pressemitteilung:
Schwierige Diagnose, anspruchsvolle Patientenbegleitung

Die Narkolepsie ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Das Erkennen leichter Erkrankungsformen, die schwierige Diagnosestellung bei Narkolepsie ohne Kataplexie (Typ 2) sowie zu wenig detailliertes Fachwissen sind die Gründe. Was außerdem ...

Hintergrund und Hypothese
Melatonin gegen metabolische Atypika-Nebenwirkungen?

Viele atypische Antipsychotika gehen – bei besserer motorischer Verträglichkeit – mit unerwünschten Stoffwechseleffekten wie Gewichtszunahme und metabolischem Syndrom einher. Diese könnten u. a. durch eine gestörte Schlafarchitektur gefördert werden. Unter diesem Aspekt wurde jetzt die Hypothese formuliert, dass Melatonin die metabolischen Atypika-Nebenwirkungen verhüten oder verringern kann.

Quelle: Porfirio MC et al.: Can melatonin prevent or improve metabolic side effects during antipsychotic treatments? Neuropsychiatr Dis Treat 2017; 13: 2167- 74

Kopfschmerz bei Epilepsie-Patienten
Gegenseitige Komorbidität und gemeinsame Pathomechanismen?

Epilepsie und Kopfschmerz, insbesondere Migräne, teilen außer genetischen Dispositionen auch klinische Merkmale und pathophysiologische Mechanismen. Koreanische Neurologen fassten nun die Charakteristika des Kopfschmerzes bei Epilepsie-Patienten sowie pathophysiologische Gemeinsamkeiten zusammen.

Quelle: Kim DW, Lee SK: Headache and Epilepsy. J Epilepsy Res 2017; 7(1): 7-15

Kleine Fallserie zu RLS-Beschwerden
Cannabis lässt Beschwerden „verschwinden"

Ein Teil der RLS-Patienten spricht auf die medikamentöse Therapie nicht ausreichend an, toleriert die Nebenwirkungen nicht oder entwickelt Komplikationen. Nun berichten zwei Neurowissenschaftler aus Bordeaux über sechs Patienten mit schwerem, therapierefraktärem RLS, die sich erstaunlich erfolgreich mit Cannabis selbst behandelten.

Quelle: Megelin T, Ghorayeb I: Cannabis for restless legs syndrome: a report of six patients. Sleep Med 2017; 36: 182-3

Fallkontrollstudie
Vermehrt Herzkreislauf-Krankheiten und Bluthochdruck bei RLS-Patienten?

Die Studienlage zur Häufigkeit von Herzkreislauf-Krankheiten und Hypertonus bei RLS-Patienten ist nicht konsistent. In einer Fallkontrollstudie untersuchte nun ein französisches Team die Beziehungen zwischen diesen Krankheiten.

Quelle: Cholley-Roulleau M et al.: Restless legs syndrome and cardiovascular diseases: A case-control study. PLoS One 2017; 12(4): e0176552 [Epub 26. Apr.; doi: 10.1371/journal.pone.0176552]

Kälberblutextrakt
Kognition nach Schlaganfall gebessert?

Der deproteinierte Kälberblutextrakt Actovegin entfaltet verschiedene pleiotrope Effekte. Seine Wirksamkeit auf kognitive Beeinträchtigungen nach Schlaganfall wurde jetzt in der randomisierten, kontrollierten Studie ARTEMIDA (A Randomized Trial of Efficacy, 12 Months International Double-Blind Actovegin) untersucht.

Quelle: Guekht A et al.: ARTEMIDA Trial (A Randomized Trial of Efficacy, ... Stroke 2017; 48(5): 1262-70

Patienten mit Schlaganfall
MRT zeigt Zeichen für vorbestehende Hirnschädigung

Schon vor einem akuten Schlaganfall können vaskuläre Risikofaktoren zur zerebralen Hypoperfusion beitragen und damit auch den vulnerablen Hippokampus schädigen. Die Zusammenhänge zwischen vaskulären Risikofaktoren, ischämischem Schlaganfall und MRT-Markern der Hirnalterung wurden nun in der australischen Studie Cognition and Neocortical Volume After Stroke (CANVAS) untersucht.

Quelle: Werden E et al.: Structural MRI markers of brain aging early after ischemic stroke. Neurology 2017; 89(2): 116-24

Episodische Migräne
Komorbide Schmerzen sprechen für spätere Kopfschmerz-Chronifizierung

Migräne-Patienten haben eine hohe Komorbidität an anderen Schmerzbildern. Tragen diese zum Übergang von einer episodischen zu einer chronischen Migräne bei? Dieser Frage gingen US-Forscher anhand der großen Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study (CaMEO) nach.

Quelle: Scher AI et al.: Comorbid pain and migraine chronicity: the Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study. Neurology 2017; 89(5): 461-68

Elektrokrampftherapie (EKT)
Klinikwiederaufnahmen fast halbiert

Die EKT kann als die wirksamste Behandlung bei therapieschwieriger bzw. -refraktärer Depression angesehen werden. Jetzt weisen US-Studiendaten einer großen Kohorte darauf hin, dass sie bei stationär behandelten Patienten mit verschiedenen schweren affektiven Störungen die Krankenhaus-Wiederaufnahmeraten deutlich reduzieren kann.

Quelle: Slade EP et al.: Association of electroconvulsive therapy with psychiatric readmissions in US hospitals. JAMA Psychiatry 2017; 74(8): 798-804

Cross-over-Studie
Antidepressiva-Augmentation mit Magnesium

Nach Hinweisen aus kleinen Studien wurde nun in einem offenen Cross-over-Design getestet, ob eine verträgliche und wirksame Augmentation von Antidepressiva mit „Over the counter“ (OTC) gehandelten Magnesium-Präparaten möglich ist.

Quelle: Tarleton EK et al: Role of magnesium supplementation in the treatment of depression: A randomized clinical trial. PLoS One 2017; 12(6): e0180067 [Epub 27. Juni; doi: 10.1371/journal.pone.0180067]

Systematische Übersicht und Metaanalyse
ADHS-Schwere und Internet-Abhängigkeit

Dass Kinder mit einer ADHS ausgesprochen internetaffin sind, ist eine wiederkehrende Erfahrung. Jetzt wurde die Beziehung zwischen ADHS und einer Internet-Abhängigkeit in einer systematischen Übersicht und Metaanalyse untersucht.

Quelle: Wang BQ et al.: The association between attention deficit/ hyperactivity disorder and internet addiction: a systematic review and meta-analysis. BMC Psychiatry 2017; 17(1): 260 [Epub: 19. Juli; doi: 10.1186/s12888- 017-1408-x]

Varia
Doppelfacharzt mit „Combined Residency"

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG hat deutschlandweit ein einzigartiges Weiterbildungskonzept für die Neurologie/Psychiatrie aufgelegt: Im „Combined Residency“-Programm werden beide Facharzttitel in nur acht Jahren erworben, wobei jährlich zwischen beiden Abteilungen ...

Service
ADHS: Therapieanleitung und -begleitung

Das Unternehmen MEDICE (Medikinet® adult) begleitet die multimodale ADHS-Therapie mit praxisnahen Materialien: Für die Pharmakotherapie steht u. a. ein BtM-Ratgeber zur Verfügung, und für die Psychoedukation wurden fünf Module konzipiert, die über die typische ADHS-...

Service
Der XyREM-Report

Den Newsletter XyREM Report von UCB Pharma gibt es jetzt viermal jährlich frei Haus. Er bietet schlafmedizinisch interessierten Ärzten in kompakter Form Studienergebnisse, Neuigkeiten über schlafmedizinische Techniken, Fortbildungstipps und praxisrelevante Serviceangebote. Die ...

Perspektive
Alzheimer-Liqui-Patch

Das Berliner Unternehmen epinamics hat mit dem Liqui-Patch das weltweit erste Wirkstoff- Sprühpflaster entwickelt, das den Wirkungsgrad und die Hautverträglichkeit gegenüber konventionellen Wirkstoffpflastern deutlich erhöht. Auf die Haut gesprüht, bildet sich in 90 Sek. ein...

Varia
„Entlassmanagement Psychiatrie" umsetzen

Auf zwei Fortbildungsveranstaltungen des Unternehmens Janssen diskutierten 55 Führungskräfte psychiatrischer Kliniken und Fachabteilungen die Herausforderungen und Chancen, die die Umsetzung des Rahmenvertrags „Entlassmanagement Psychiatrie“ für die Patientenversorgung ...

Pharma Neu
Cladribin-Tabletten zugelassen
Die Europäische Kommission hat am 25. Aug. 2017 die Marktzulassung für Cladribin-Tabletten (MAVENCLAD® 10 mg) des Unternehmens Merck für die Behandlung der schubförmigen MS bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität in den 28 Ländern der EU und in Island,
...
European Academy of Neurology, 24.–27. Juni 2017 in Amsterdam
Multiple Sklerose, Demenz und Migräne − Neues vom EAN

In Amsterdam trafen sich die europäischen Neurologen zu ihrem Jahreskongress − mehr als 6000 Besucher kamen. Das übergreifende Thema des 3rd Congress der European Academy of Neurology (EAN) war „Outcome measures in Neurology“. Die Sessions umfassten das gesamte Spektrum der neurodegenerativen, entzündlichen, traumatischen und übrigen neurologischen Erkrankungen

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