Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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SSRI-Therapie der Panikstörung
Frühe Besserung – anhaltende Remission

Bei Patienten mit Panikstörung wurde unter dem SSRI Paroxetin nach früh sichtbaren Faktoren für eine anhaltende Remission und einen Therapieabbruch gesucht.

Quelle: Watanabe T et al.: Early improvement and marriage are determinants ... Clin Psychopharmacol Neurosci 2017; 15(4): 382-90

Mikroglia-Aktivierung bei Zwangskranken
Entzündung in neuronalen Netzwerken

Vermutet wird, dass bei einem gewissen Teil zwangsgestörter Patienten, vor allem jenen mit zusätzlichen neuropsychiatrischen Symptomen, in den Basalganglien neuroinflammatorische Prozesse ablaufen. Dies könnte auch auf andere Hirnstrukturen zutreffen.

Quelle: Attwells S et al.: Inflammation in the neurocircuitry of obsessive-compulsive disorder. JAMA Psychiatry 2017; 74(8): 833-40

Drittes Trimenon
Mehr als ein Drittel der Frauen hat RLS

Schlafprobleme sind bei schwangeren Frauen häufig. In einer retrospektiven Studie wurde jetzt untersucht, wie viele Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel unter RLS-Symptomen leiden und inwieweit diese mit etwaigen Schlaf-Wachstörungen in Zusammenhang stehen.

Quelle: Dunietz GL et al.: Restless legs syndrome and sleep-wake disturbances in pregnancy. J Clin Sleep Med 2017; 13(7): 863-70

Original Pressemitteilung:
Ferrer Deutschland GmbH

Ferrer gibt heute bekannt, dass nach dem Verkauf des Tochterunternehmens Trommsdorff, die Vermarktung der Klinikprodukte Adasuve® (Staccato® - Loxapin®) und des Normon®-Portfolios zukünftig über die neu gegründete ...

Original Pressemitteilung:
Schwierige Diagnose, anspruchsvolle Patientenbegleitung

Die Narkolepsie ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Das Erkennen leichter Erkrankungsformen, die schwierige Diagnosestellung bei Narkolepsie ohne Kataplexie (Typ 2) sowie zu wenig detailliertes Fachwissen sind die Gründe. Was außerdem ...

Chronischer Kopfschmerz
Gibt es prognostische Faktoren?

Werden Migräne und Spannungskopfschmerz chronisch, leidet die Lebensqualität der Betroffenen massiv. In einem systematischen Review befasste sich nun ein britisches Team mit möglicherweise prognostisch relevanten Faktoren für das Outcome von Patienten mit chronischen Kopfschmerzerkrankungen – sowohl in klinischen Studien als auch bezüglich der Gesamtprognose.

Quelle: Probyn K et al für das CHESS Team: Prognostic factors for chronic headache: A systematic review. Neurology 2017; 89(3): 291-301

Head-to-head-Studie
Cariprazin gegen Negativsymptomatik?

Negative Symptome wie Rückzug, affektive Verflachung, Anhedonie etc. stellen noch immer ein großes Behandlungsproblem dar. Sie wurden in einer randomisierten Headto- head-Studie durch das neue orale Antipsychotikum Cariprazin spezifisch gebessert.

Quelle: Németh G et al.: Cariprazine versus risperidone monotherapy for treatment of predominant negative symptoms in ... Lancet 2017; 389(10074): 1103-13

Jenseits des Morbus Alzheimer?
Demenz bei den Ältesten der Alten

Menschen im Alter > 90 Jahre stellen das weltweit am stärksten wachsende Bevölkerungssegment. Dass eine Demenz unter den Hochbetagten oft spezielle und vor allem multiple Ursachen hat, legen nun zwei kalifornische Forscherinnen dar.

Quelle: Pierce AL, Kawas CH; Dementia in the oldest old: Beyond Alzheimer disease. PLoS Med 2017; 14(3): e1002263 [Epub 21. März; doi: 10.1371/journal. pmed.1002263]

Prävalenz und Diskriminierung
Neuropsychiatrische Symptome bei MNCD

Die im DSM-5 definierte „Leichte neurokognitive Störung“ (Mild neurocognitive disorder, MNCD) ist ein diagnostisches Konstrukt, das weitgehend mit dem einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) übereinstimmt. Wie häufig sind neuropsychiatrische Symptome (NPS) bei MNCD-Patienten?

Quelle: Levada OA et al.: Neuropsychiatric symptoms in patients with the main etiological types of mild neurocognitive disorders: a hospital-based case-control study. Front Psychiatry 2017; 8: 75 [Epub 4. Mai; doi: 10.3389/fpsyt.2017.00075]

Sudden unexpected death in epilepsy (SUDEP)
Prävalenz, Risikofaktoren und Praxisempfehlungen

Ein Subkomitee der American Academy of Neurology (AAN) und der American Epilepsy Society (AES) hat im Rahmen einer Praxis-Guideline zur Inzidenz, zu den Risikofaktoren und zur Patientenberatung beim Sudden unexpected death von Epilepsie-Patienten (SUDEP) Stellung genommen.

Quelle: Harden C et al.: Practice guideline summary: Sudden unexpected death in epilepsy incidence rates and risk factors: Report of the Guideline Development, Dissemination, and Implementation Subcommittee of the American Academy of Neurology and the American Epilepsy Society. Neurology 2017; 88(17): 1674-80

Chronischer Kopfschmerz
Hilft PEGASUS?

In einer schwedischen randomisierten Studie wurde der Nutzen des strukturierten Edukationsprogramms Psychoeducational groups for adults with ADHD and their significant others (PEGASUS) geprüft.

Quelle: Hirvikoski T et al.: Psychoeducational groups for adults ... Eur Psychiatry 2017;44: 141-52

Standortbestimmung
Empfehlungen zum Benzodiazepin-Entzug

Für den Benzodiazepin-Entzug existieren heute klare und evidenzbasierte Therapiestandards. Eine schrittweise Dosisreduktion sollte über mehrere Wochen erfolgen, die begleitende Psychopharmakotherapie symptomorientiert sein. Neben der Psychoedukation sind verhaltenstherapeutische und motivationsfördernder Ansätze vielversprechend. Essenziell ist und bleibt aber die Prävention.

Quelle: Soyka M: Treatment of Benzodiazepine Dependence. N Engl J Med 2017; 376: 1147-57

90. Kongress der DGN, 20.–23. September 2017 in Leipzig
Update des Neurologie-Spektrums

Zum 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Leipzig kamen rund 6000 deutsche und internationale Besucher. Die vier Tage waren dem Update des gesamten Spektrums der Neuromedizin gewidmet – von Schlaganfall über Demenzen, Bewegungsstörungen, MS etc. bis zu seltenen Erkrankungen.

Große schwedische Kohortenstudie
Parkinson-Risiko nach Vagotomie verringert

Morbus Parkinson ist durch eine a-Synucleinopathie gekennzeichnet, die in olfaktorischen und gastrointestinalen Nerven zu beginnen und auch den Nervus vagus zu betreffen scheint. Jetzt wurde in einer schwedischen Register-basierten Kohortenstudie untersucht, ob eine Vagotomie dementsprechend das Parkinson-Risiko reduzieren kann.

Quelle: Liu B et al.: Vagotomy and Parkinson disease: A Swedish register-based matched-cohort study. Neurology 2017; 88(21): 1996-2002

„Lancet Commission" zur Demenz
Synopsis zu Prävention, Interventionen und Pflege

Weltweit leiden derzeit knapp 50 Millionen Menschen unter einer Demenz. Obwohl sich die Inzidenz in einigen Ländern in letzter Zeit verringert hat, wird sich diese Zahl bis zum Jahre 2050 verdreifachen. In einer Übersichtsarbeit formulieren Demenzexperten einer „Lancet Commission“ Empfehlungen zur Prävention, zu Interventionen und zur Pflege demenzkranker Menschen.

Quelle: Livingston G et al.: Dementia prevention, intervention, and care. Lancet 2017 [Epub 19. Juli; doi: 10.1016/S0140-6736(17)31363-6]

Orale Migräne-Prävention
Die Abbruchraten sind extrem hoch

Derzeit werden zur präventiven Migränebehandlung verschiedene orale Medikamente wie Betablocker, Antidepressiva und Antiepileptika eingesetzt, die sich nicht immer durch die beste Verträglichkeit auszeichnen. Anhand von US-Verschreibungsdaten wurde nun untersucht, wie viele Patienten mit chronischer Migräne diese Prophylaktika absetzen und wie viele auf ein anderes Medikament wechseln. Die Abbruchraten sind, wie den klinischen Efahrungen nach zu erwarten war, extrem hoch.

Quelle: Hepp Z et al.: Persistence and switching patterns of oral migraine prophylactic medications among patients with chronic migraine: A retrospective claims analysis. Cephalalgia 2017; 37(5): 470-85

Cladribin-Tabletten bei aktiver MS
Die Therapie ist „einfach und effektiv"

Cladribin-Tabletten stellen die erste orale Kurzzeittherapie für Patienten mit hoher Krankheitsaktivität dar. Sie werden in zwei Jahren mit jährlichem Intervall über insgesamt maximal 20 Tage eingenommem und sind seit Mitte September 2017 auch in der EU zugelassen. Wie Patienten mit einer aktiven MS von dieser neuen und einfach anwendbaren Therapieoption profitieren können, legten nun Experten auf der Einführungs- Fachkonferenz von Merck in Hamburg dar.

Quelle: Einführungs-Fachkonferenz: „Zeit für den frühen Therapiewechsel in der MS-Therapie“, Hamburg, 05. Sept. 2017. Veranstalter: Merck Cladribin-Tabletten: Mavenclad®

„Innenwahrnehmung"
Fatigue und autonome Symptome korrelieren

Die Annahme, dass die bei MS-Patienten häufigen subjektiven kognitiven Fatigue-Erscheinungen und Symptome des autonomen Nervensystems auf dem gemeinsamen interozeptiven Netzwerk beruhen, untersuchte jetzt ein deutsch-niederländisches Team.

Quelle: Sander C et al.: Subjective cognitive fatigue ... Front Neurol 2017; 8: 475 [Epub 13. Sept.; doi:10.3389/ fneur.2017.00475]

MS-Behandlung mit Ocrelizumab
Behinderungsprogression schon früh gebremst

Sowohl bei der schubförmig-remittierenden MS (RRMS) als auch bei der primär und sekundär progredienten MS (PPMS, SPMS) ist das zentrale Behandlungsziel, die Behinderungsprogression möglichst früh im Verlauf zu verlangsamen. Dass das in klinischer Prüfung befindliche Ocrelizumab die Krankheitsprogression zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung bremsen kann, berichten jetzt Experten auf einem Satellitensymposium des Unternehmens Roche beim diesjährigen DGN-Kongress in Leipzig.

Quelle: Satellitensymposium: „RMS und PPMS – Gemeinsamkeiten und Unterschiede“, 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leipzig, 21. Sept. 2017. Veranstalter Roche Ocrelizumab: voraussichtl.Handelsname Ocrevus®

Drei Fallberichte
CAVE: Leberschäden nach Kortikosteroidpuls

Hochdosiertes Methylprednisolon i.v. (IVMP) für drei oder fünf Tage ist die Standardbehandlung eines akuten MS-Schubes. Jetzt berichten spanische Neurologen von drei Fällen einer schwerer Hepatotoxizität – und machen Vorschläge für das Management dieser vielleicht doch nicht so seltenen Komplikation.

Quelle: Hidalgo de la Cruz M et al.: Hepatotoxicity after high-dose intravenous methylprednisolone in multiple sclerosis patients. Clin Case Rep 2017; 5(8): 1210-12

Anti-CD52-Antikörper Alemtuzumab
Auch die Hirnatrophie-Zunahme wird verlangsamt

Ohne eine kontinuierliche MS-Medikation kann mit einer Impulstherapie mit Alemtuzumab den klinischen Studien zufolge eine anhaltende klinische Wirksamkeit erzielt werden. Diese umfasst sowohl eine anhaltende Schubratenreduktion als auch die Verlangsamung der Behinderungsprogression. Diese Effekte einschließlich der positiven Wirkungen des monoklonalen CD52-Antikörpers auf die Hirnatrophie, schilderten nun MS-erfahrene Neurologen auf einem von Sanofi Genzyme unterstützten Satellitensymposium beim 90. DGN-Kongress in Leipzig.

Quelle: Satellitensymposium: „Der sichere Umgang mit Multiple Sklerose-Patienten“, 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leipzig, 21. Sept. 2017. Unterstützt von Sanofi Genzyme Alemtuzumab: Lemtrada®

Azathioprin, Mitoxantron, Cyclophosphamid
CAVE: Krebsrisiko unter Immunsuppressiva

Die Studienlage ist uneinheitlich: Entwickeln MS-Patienten gehäuft maligne Neubildungen oder nicht? Und hat die Behandlung, besonders mit klassischen Immunsuppressiva, auf das Krebsrisiko einen Einfluss? Diese Zusammenhänge wurden jetzt in einer großen italienischen Kohortenstudie untersucht.

Quelle: Ragonese P et el.: Association between multiple sclerosis, cancer risk, and immunosuppressant treatment: a cohort study. BMC Neurol 2017; 17(1): 155 [Epub 8. Aug.; doi: 10.1186/s12883-017-0932-0]

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