Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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Effekt schon bei den Sechsjährigen
Körperlich Aktive später seltener depressiv

In einer norwegischen Längsschnittstudie wurden Kinder zwischen sechs und zehn Jahren aus Trondheim auf mögliche Assoziationen zwischen mangelnder körperlicher Aktivität und dem späteren Auftreten depressiver Symptome untersucht.

Quelle: Zahl T et al.: Physical activity, sedentary behavior, and symptoms of major depression in middle childhood. Pediatrics 2017; 139(2): pii: e20161711 [Epub 9. Jan.; doi: 10.1542/peds.2016-1711]

Für kognitive Störungen (mit)verantwortlich?
Aß-Pathologie auch bei Patienten mit geriatrischer Depression?

Amyloid(Aß)-Ablagerungen sind ein Merkmal der Alzheimer-Demenz. In einer Pilotstudie wurde mittels PET-Aufnahmen untersucht, inwieweit bei geriatrischen Patienten mit einer Depression ebenfalls Aß-Deposite vorliegen – und ob diese mit spezifischen kognitiven Defiziten in Zusammenhang stehen.

Quelle: Kim HG et al.: Association between cerebral amyloid deposition and clinical factors including cognitive function in geriatric depression: pilot study using amyloid positron emission tomography. Clin Psychopharmacol Neurosci 2016; 14(4): 378-82

Safinamid als Zusatztherapie
Dualer Ansatz mit hohem Therapiepotenzial

Das seit eineinhalb Jahren verfügbare Safinamid kann bei L-Dopa-behandelten Parkinson- Patienten als Add-on die motorischen Symptome und Komplikationen sowie nicht-motorische Symptome (z. B. Schmerzen) deutlich verringern und die Lebensqualität verbessern. Speziell mit dem – bislang einzigartigen – dualen Wirkansatz der „New Chemical Entity“ Safinamid und seinen Effekten auf das dopaminerge und nicht-dopaminerge (glutamaterge) Transmittersystem befasste sich eine aktuelle Publikation.

Quelle: Kulisevsky J.: Safinamide – a unique treatment targeting both dopaminergic and non-dopaminergic systems. Eur Neurol Rev 2016; 11(2): 101–5 Safinamid: Xadago®

Original Pressemitteilung:
Schwierige Diagnose, anspruchsvolle Patientenbegleitung

Die Narkolepsie ist nach wie vor unterdiagnostiziert. Das Erkennen leichter Erkrankungsformen, die schwierige Diagnosestellung bei Narkolepsie ohne Kataplexie (Typ 2) sowie zu wenig detailliertes Fachwissen sind die Gründe. Was außerdem ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Neurologen würdigen neue MS-Immuntherapeutika

Die Neurologen setzen bei der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) auf neue immunmodulierende Antikörper: Den Preis für das Innovativste Produkt teilen sich 2017 Zinbryta® von Biogen und Ocrevus® von Roche Pharma. Die Facharztgruppe...

Beginnt das Parkinson-Syndrom im Darm?
Intestinale AChE-Spiegel früh verringert

Das parasympathische Nervensystem wird durch die Parkinson-Pathologie (a-Synuclein und Lewy-Körperchen) als erste Struktur geschädigt. Nun wurde in einer dänischen PET-Studie mit 11C-Donepezil als Tracer untersucht, ob die Acetylcholinesterase (AChE)-Konzentrationen in peripheren Organen bei Patienten in sehr frühen Parkinson- Stadien verringert ist.

Quelle: Fedorova TD et al.: Decreased intestinal acetylcholinesterase in early Parkinson disease: an 11C-donepezil PET study. Neurology 2017; 88(8): 775-81

CAVE Tiefe Hirnstimulation (THS)
Fallbericht: Asphyxie als schwere Komplikation

Die THS kann für Patienten mit medikamentös nicht ausreichend kontrollierter Parkinson- Symptomatik ein Segen sein. Jetzt berichten deutsche Neurologen von einer schweren Akutkomplikation während der Elektrodenplatzierung. Ein Larynxspasmus führte zu einer Asphyxie, die den Patienten fast das Leben gekostet hätte.

Quelle: von Eckardstein KL et al.: Asphyxia due to laryngeal spasm as a severe complication of awake deep brain stimulation ... BMC Neurol 2016; 16(1): 216 [Epub 8. Nov.; doi: 10.1186/s12883-016-0736-7]

Patienten mit Wearing-Off
LSVT-BIG verbesserte die Motorik – jedenfalls kurzzeitig

In einer prospektiven, aber (sehr) kleinen Open-label-Studie wurde in Japan untersucht, inwieweit das Rehabilitationsprogramm Lee Silverman Voice Treatment - BIG (LSVTBIG) die Symptomatik auch bei Patienten in fortgeschrittenen Parkinson-Stadien mit Wearing-Off positiv beeinflussen kann.

Quelle: Ueno T et al.: LSVT-BIG improves UPDRS III scores at 4 weeks in Parkinson‘s disease patients with wearing off: a prospective, open-label study. Parkinsons Dis 2017; 8130140 [Epub 1. Feb.; doi: 10.1155/2017/8130140]

Register-Studien zu Migranten
Erhöhte Psychosegefahr und psychiatrisch unterversorgt

Systematisch wertete ein europäisches Team register-basierte Studien zur psychischen Gesundheit von Flüchtlingen/Migranten und ihrer Versorgung aus. Es ergab sich ein gemischtes Bild, doch Unterbehandlung/-versorgung dominierten.

Quelle: Patel K et al.: What do register-based studies tell us about migrant mental health? A scoping review. Syst Rev 2017; 6(1): 78 [Epub 11. Apr.; doi: 10.1186/ s13643-017-0463-1]

Umfrage nach dem Germanwings-Absturz
Jeder 10. Pilot depressiv, jeder 20. suizidal?

Der am 24. März 2015 vorsätzlich herbeigeführte Absturz des Germanwings-Fluges 9525 durch den offenbar depressiven Piloten warf Fragen nach der psychischen Gesundheit dieser Berufsgruppe und nach Präventionsmöglichkeiten auf. Die Auswertung einer anonymen Web-basierten Befragung von Verkehrspiloten ergab nun, dass mehr als jeder zehnte depressiv ist und jeder 20. Suizidgedanken hegt.

Quelle: Wu AC et al.: Airplane pilot mental health and suicidal thoughts: a cross-sectional descriptive study via anonymous web-based survey. Environ Health 2016; 15(1): 121 [Epub 15. Dez; doi 10.1186/s12940-016- 0200-6]

Metaanalyse zur Schizophrenie-Behandlung
Mit zweitem Antipsychotikum augmentieren?

Die Metaanalyse eines internationalen Forscherteams widmete sich der Frage nach der Evidenz für eine Augmentation der antipsychotischen Therapie schizophren erkrankter Menschen mit einem zweiten Antipsychotikum. Gegenüber einer Monotherapie ergaben sich zumeist keinerlei Vorteile, eine Substanz ausgenommen...

Quelle: Galling B et al.: Antipsychotic augmentation vs. monotherapy in schizophrenia: systematic review, meta- analysis and meta-regression analysis. World Psychiatry 2017; 16: 77-89

Kognitive Beeinträchtigungen bei MS
Computer-Training verbessert die Kognition

Wie wirkt sich ein dreimonatiges computergestützes Übungsprogramm – kombiniert mit einem zuhause durchgeführten neuropsychologischen Training – auf die bei MS-Patienten häufig beeinträchtigte Kognition aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer randomisierten kontrollierten Studie einer spanischen Arbeitsgruppe.

Quelle: Pérez-Martin MY et al.: Efficacy of a short cognitive training program in patients with multiple sclerosis. Neuropsych Dis Treatm 2017; 13: 245-52

Pharma Neu
Gravidität bei MS: Label-Änderung für GA

Für den Immunmodulator Glatirameracetat (GA, Copaxone®, Teva) zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose umfassen die Erfahrungen mehr als zwei Millionen Patientenjahre. Während bislang ausnahmslos alle zugelassenen MS-Medikamente während einer Schwangerschaft ...

Therapie-Optionen
THC/CBD verbessert auch das Gangbild

Spastische Beschwerden sind bei Patienten mit Multipler Sklerose häufig und oft sehr belastend, gut verträgliche Therapieoptionen aber rar. Studien zufolge lässt sich mit dem Oromukosalspray Sativex® (Almirall), das in definiertem Verhältnis Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC)...

Therapie-Optionen
Dual wirkendes Safinamid als Add-on

In klinischen Studien erhöhte Safinamid (Xadago®) als Begleittherapie zu L-Dopa bei Patienten mit Morbus Parkinson die tägliche On-Zeit ohne beeinträchtigende Dyskinesien signifikant und verringerte entsprechend auch die tägliche Off-Zeit der Patienten. Zudem bewirkte es eine...

Arbeitstagung NeuroIntensivmedizin (ANIM), 16. bis 18. Feb. 2017, Wien
Viele neue und wichtige Impulse

Zur Arbeitstagung NeuroIntensivmedizin (ANIM) der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) kamen Mitte Februar rund 1400 Teilnehmer ins Austria Center nach Wien. Die ANIM gab in etwa 70 Einzelveranstaltungen erneut wichtige Impulse für die Neurologie, Neurointensivmedizin und Neurochirurgie in den deutschsprachigen Ländern.

Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie
Ocrelizumab auch bei PPMS wirksam

Für die von Anfang schleichend, d. h. ohne nennenswerte Schubaktivität, verlaufende primär progrediente MS (PPMS) existieren keine zugelassenen Medikamente. In einer Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie war der humanisierte monoklonale Antikörper Ocrelizumab, der zu einer selektiven Depletion CD20-positiver B-Zellen führt, auch bei PPMS-Patienten wirksam: Wie in anderen Studien bei Patienten mit schubförmiger MS (RRMS) konnte das noch im Zulassungsprozess befindliche Ocrelizumab die Behinderungszunahme der Patienten signifikant reduzieren.

Quelle: Montalban X et al. für die ORATORIO Clinical Investigators: Ocrelizumab versus placebo in primary progressive Multiple ... N Engl J Med 2017; 376(3): 209-20. Studie unterstützt von Hoffmann-La Roche Ocrelizumab: vorraussichtl. Handelsname Ocrevus®

Drei Jahre Dimethylfumarat in der Praxis
Therapienaive und Vorbehandelte profitieren

Zahlreiche neue Medikamente erweitern die Möglichkeiten der MS-Therapie– und auch die Ansprüche der Patienten steigen. Auf einer Pressekonferenz von Biogen erläuterten Experten anhand von Studiendaten und klinischen Erfahrungen den Stellenwert von Dimethylfumarat (DMF). Von dem seit nun drei Jahren zugelassenen oralen Medikament können neu diagnostizierte wie vorbehandelte Patienten profitieren.

Quelle: Pressekonferenz: „Drei Jahre TECFIDERA® – Erweiterte Perspektiven für MS-Patienten“, München, 14. Feb. 2017, München. Veranstalter: Biogen Dimethylfumarat (DMF): Tecfidera®

Glatirameracetat bei MS
Die (Langzeit-)Sicherheit berücksichtigen

Auf einem Pressegespräch im Rahmen der Teva-Fortbildungsveranstaltung NEUROCLUSTER 2016 wurde auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen erörtert, welche Rolle das bewährte Glatirameracetat im modernen Therapiemanagement spielt.

Quelle: Pressegespräch: NEUROCLUSTER 2016, Wien, 4. Nov. 2016. Veranstalter: Teva Glatirameracetat:  Copaxone®

Doppelblindstudie bei progressiver MS
Hochdosiertes Biotin reduziert Behinderungen

Zur Behandlung der progressiven MS-Formen ohne aufgesetzte Schübe existieren derzeit keine zugelassenen Therapien. Nach ersten Erfolgen in einer Pilotstudie haben französische Forscher nun die Effekte von hochdosiertem Biotin (MD1003) in einer randomisierten, kontrollierten Doppelblindstudie untersucht.

Quelle: Tourbah A et al. für die MS-SPI Study Group: MD1003 (high-dose biotin) for the treatment of progressive multiple ... Mult Scler 2016; 22(13): 1719-31

Nicht nur MS-Kernparameter gebessert
Teriflunomid wirkt auch auf die Fatigue

Im Verlauf der schubförmigen MS treten bei etwa 80% der Patienten Fatigue-Symptome auf, die ausgesprochen stark beeinträchtigen können. Auf einer Pressekonferenz von Sanofi Genzyme berichteten MS-erfahrene Neurologen, dass die orale Therapie mit Teriflunomid nicht nur auf die wichtigsten MS-Parameter einschließlich der Hirnatrophie wirkt, sondern auch positive Effekte auf die Fatigue-Verschlechterung entfaltet.

Quelle: Pressekonferenz: „Fatigue und Teriflunomid – Mehr Lebensqualität bei konsistenter Wirksamkeit“, München, 2. März 2017. Veranstalter Sanofi Genzyme Teriflunomid: Aubagio®

Altersabhängige Befunde bei Gesunden
Um wie viel schwindet das Hirn pro Jahr?

Bei MS-Patienten ist die jährliche Hirnatrophie-Rate gegenüber alternden Gesunden stark erhöht. Wie groß der globale und regionale Hirnparenchym-Abbau beim physiologischen Altern wirklich ist, wurde jetzt von einer deutsch-schweizerischen Forschungsgruppe bei mehr als 500 Personen im Detail ermittelt.

Quelle: Schippling S et al.: Global and regional annual brain volume loss rates in physiological aging. J Neurol 2017; 264(3): 520-8

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