Neuro-Depesche 11/2014

Rückfallprophylaxe mit Depot-Atypikum

Innerhalb der ersten fünf Tage der Behandlung tritt bei vier von fünf Schizophrenie-Patienten ein Rückfall auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu einem schlechteren Ansprechen auf die Therapie und persistierenden Symptomen, vergesellschaftet mit anhaltenden kognitiven, funktionellen und psychosozialen Beeinträchtigungen. Wichtigste Ursache für die hohe Rückfallrate bei Schizophrenie-Patienten ist die schlechte Adhärenz über den gesamten Behandlungszeitraum. Mit modernen Depot-Antipsychotika können die Adhärenz verbessert und auf diese Weise Rezidive verhindert werden. Zu diesen gehört Aripiprazol in Depotformulierung (Abilify Maintena®; Lundbeck/ Otsuka). Die gute Wirksamkeit des gut verträglichen Depot- Atypikums wurde in großen Phase- III-Studien nachgewiesen. In der ASPIRE-Studie, einer Doppelblindstudie, wurde die Rückfallrate unter Aripiprazol-Depot i.m. gegenüber Plazebo deutlich gesenkt. Dabei blieb die Symptomschwere nach PANSS anhaltend niedrig, unter Plazebo wurde dagegen eine Verschlechterung registriert. Aripiprazol weist ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil auf, insbesondere hinsichtlich auf metabolische Parameter, so dass es auch langfristig eine gute Therapieoption darstellt. Die neue Depot-Formulierung sollte nicht erst nach vielen Rückfällen, sondern bereits früh im Verlauf eingesetzt werden, um Rückfälle zu vermeiden.





ICD-Codes: F20.

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