Neuro-Depesche 11/2014

MS-Therapie individuell optimieren

Mit dem vor einem Jahr zugelassenen Wirkstoff Teriflunomid (Aubagio®) von Genzyme – ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe – haben sich die Möglichkeiten einer individualisierten Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) erweitert. Inzwischen liegen viele Erfahrungen für Teriflunomid aus dem Praxisalltag vor. Diese entsprechen den konsistenten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus den zwei klinischen Phase-III-Studien TEMSO und TOWER. Bisher wurden weltweit ungefähr 30 000 Patienten mit Teriflunomid behandelt. Eine Post-hoc-Analyse der gepoolten Daten beider Zulassungsstudien ergab eine signifikante Reduktion der Krankheitsschübe mit Residuen um 53,1% (p < 0,001) gegenüber Plazebo. Eine Subgruppenanalyse der gepoolten Daten aus TEMSO und TOWER zeigte eine um 46% (p = 0,004) gegenüber Plazebo verringerte Behinderungsprogression bei Patienten, die zwei oder mehr Schübe im Jahr vor Studienbeginn erlebt hatten. In der TEMSO-Studie reduzierte sich außerdem die Zahl der Gd+-aufnehmenden Läsionen im T1-gewichteten MRT um 80,4% gegenüber Plazebo und auch die Gesamtläsionslast war verringert. In der TENERE-Studie gaben die Patienten zudem eine höhere Behandlungszufriedenheit bei Therapie mit Teriflunomid im Vergleich zu Interferon beta-1a an. Signifikant besser bewerteten sie insbesondere die Bereiche Nebenwirkungen und Einfachheit der Therapie.





ICD-Codes: G35.

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