Neuro-Depesche 5/2008

Okzipitalneuralgie

Kompression durch PICA operativ behoben

Erstmals beschrieben wurde eine therapierefraktäre Okzipitalneuralgie aufgrund einer gefäßbedingten Nervenkompressionen, die durch eine ungewöhn­liche mikrovaskuläre Dekompression erfolgreich behandelt werden konnte.

Bei einer Patientin mit einer seit 17 Monaten bestehenden therapierefraktären linksseitigen Okzipitalneuralgie fand sich in der T2-gewichteten MRT und der CT der oberen BWS eine ungewöhnliche Schleifenbildung der A. cerebelli posterior inferior (PICA) mit Impressionszeichen der Wurzeln C1-C2. In einer bisher einzigartigen Operation wurden mittels dorsaler Laminektomie die PICA-Schleife verlagert (dorsal von C2, aber ventral von C1) und eine Trennung der Wurzelfäden C1 und C2 durchgeführt. Zwischen PICA und Hirnstamm wurde eine winzige PVC-Platte eingebracht.

Nach der komplikationslosen Operation war die Patientin vollständig von ihrem neuralgischen Schmerz befreit, dieses Resultat erwies sich beim fünfmonatigen Follow-up als anhaltend. Allerdings trat intermittierend ein schwerer holozephaler Kopfschmerz auf.


Quelle: White, JB: Vascular compression as a potential cause of occipital neuralgia: a case report, Zeitschrift: CEPHALALGIA, Ausgabe 28 (2008), Seiten: 78-82


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