Neuro-Depesche 5/2012

Depression und Burnout

Escitalopram wirkt nicht nur schnell, sondern auch stark

Die Zahl junger Menschen, die aufgrund einer Depression oft wochenlang am Arbeitsplatz fehlen und nicht am sozialen Leben teilnehmen können, steigt ständig. Sie benötigen eine rasch wirksame Therapie, um schnell wieder wie gewohnt im Berufs- und Privatleben aktiv zu werden.

Junge Depressionspatienten stellen den behandelnden Arzt vor anspruchsvolle Therapiesituationen, erklärte Prof. Dr. med. Hans-Peter Volz, Werneck. „Sie müssen so rasch wie möglich wieder in den normalen Alltag integriert werden, um die wirtschaftlichen und sozialen Einbußen in Grenzen zu halten“, so der erfahrene Psychiater. Das gelinge mit Escitalopram. Die Vorteile des selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers (SSRI) für junge Patienten sind laut Volz vergleichsweise rasche Wirkeintritt und die bestmögliche Kombination aus starker Wirksamkeit und Akzeptanz durch die Patienten.

Escitalopram (10 mg/d) punktete z. B. in einer Head-to-Head-Studie mit 322 Patienten gegenüber Citalopram (10 oder 20 mg/d) durch einen besonders raschen Wirkeintritt. Die Überlegenheit war bereits nach einer Woche signifikant und blieb über die Studiendauer von sechs Wochen bestehen. Die starke Wirksamkeit erklärte Volz mit der doppelten Bindung an der primären und sekundären Bindungsstelle des Serotonin-Transporters, die für eine verstärkte Wiederaufnahmehemmung des Neurotransmitters sorgt.

Zusätzlich schützt Escitalopram effektiv und langfristig vor Rezidiven – so traten in einer Studie unter dieser Substanz nach 12 Monaten mit 27% versus 65% signifikant weniger Rezidive auf als unter Plazebo (p < 0,0001).

Escitalopram wird von der Cochrane Collaboration als First-Line-Therapie zur Behandlung der Depression empfohlen und eröffnet vor allem jungen Depressionspatienten eine Perspektive auf ein auch langfristig normales und aktives Leben. Ay




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