Angst- und Zwangsstörungen

PTBS bei komorbider Persönlichkeitsstörung
Traumatherapie trotzdem erfolgreich?

Bis zu 50% aller Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden unter einer komorbiden Persönlichkeitsstörung (PD). Über zehn Jahre wurde untersucht, ob sich beide gegenseitig beeinflussen und dies den Traumatherapie-Erfolg bestimmt.

Quelle: Bovin MJ et al.: Longitudinal associations between posttraumatic stress disorder severity and personality disorder features among female rape survivors. Front Psychiatry 2017; 8: 6 [Epub 2. Feb.; doi: 10.3389/ fpsyt.2017.00006]

Sehr große Metaanalyse
Welche Angsttherapie ist wie wirksam?

Göttinger Psychiater haben in einer sehr groß angelegten Metaanalyse die Wirksamkeit verschiedener Angsttherapien untersucht. Offenbar sind die medikamentösen Behandlungen den psychotherapeutischen Ansätzen überlegen. Wie sieht es im Einzelnen aus?

Quelle: Bandelow B et al.: Efficacy of treatments for anxiety disorders: a meta-analysis. Int Clin Psychopharmacol 2015; 30(4): 183-92

Extreme Frühchen
Psychische Gesundheit im Alter von 30

Kanadische Psychiater untersuchten in einer prospektiven Längsschnittstudie, ob Menschen, die als extreme Frühgeburten auf die Welt kamen, in der dritten Lebensdekade vermehrt unter psychiatrischen Störungen oder psychischen Problemen litten. Es handelt sich um die weltweit am längsten nachbeobachtete Kohorte extremer Frühchen.

Quelle: Van Lieshout RJ et al.: Mental health of extremely low birth weight survivors in their 30s. Pediatrics 2015; 135(3): 452-9

PHARMA NEU
Günstiges Pregabalin

Pregabalin gehört zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln in Deutschland. Mit der Einführung von Pregabalin – 1 A Pharma® bringt das Unternehmen jetzt ein kostengünstiges Generikum auf den Markt. Es ist zugelassen zur Behandlung von generalisierten Angststörungen und ...

Bei Unruhe mit ängstlicher Verstimmung
Klinisch relevante Anxiolyse mit Lavendelöl

Viele Menschen, die an Angst und Unruhezuständen leiden, stehen einer Therapie mit chemisch-synthetischen Medikamenten skeptisch gegenüber. Das nur einmal täglich oral als Kapsel einzunehmende Lavendelöl hat seine Wirksamkeit und gute Verträglichkeit in vielen klinischen Studien bewiesen. Das Phytopharmakon hat eine vergleichbar angstlösende Wirkung wie gängige Medikamente – bei deutlich besserer Verträglichkeit.

Mortalität und Todesursachen bei psychichisch Erkrankten
Auch im Alter ist die Lebenserwartung geringer

Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen haben eine deutlich, teils um 20 Jahre reduzierte Lebenserwartung. Wie verhält es sich mit der Mortalität von psychiatrisch Erkrankten, die erstmal überlebt und ein höheres Lebensalter erreicht haben?

Quelle: Almeida OP et al.: Mortality among people with severe mental disorders who reach old age: a longitudinal study of a community-representative sample of 37,892 men. PLoS One 2014; 9(10): e111882. [Epub ahead of print: 31. Okt. 2014; doi: 10.1371/journal.pone.0111882]

27. ECNP-Kongress am 18. bis 21. Oktober 2014 in Berlin
Highlights vom ECNP-Kongress

Die Jahrestagung des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) ist der größte Kongress für angewandte Neurowissenschaften in Europa. Das breite Themenspektrum auf dem 27. ECNP-Treffen im Oktober 2014 in Berlin spiegelte erneut die vielen Facetten neuropsychischer Erkrankungen wider.

Affektive Erkrankungen und Angst
Was bringen webbasierte Psychotherapien?

Das Internet bietet sehr niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten – dies betrifft auch therapeutische Angebote. Der leichte Zugang könnte sich positiv auf die noch immer herrschende Unterbehandlung psychischer Krankheiten auswirken. In einer systematischen Übersicht bewerteten schwedische Wissenschaftler nun den klinischen Nutzen Internetbasierter Interventionen bei Patienten mit affektiven und Angsterkrankungen.

Quelle: Arnberg FK et al.: Internet-delivered psychological treatments for mood and anxiety disorders: a systematic review of their efficacy, safety, and cost-effectiveness. PLoS One 9 (2014) e98118 [Epub ahead of print: 20 .Mai 2014; doi: 10.1371/journal.pone.0098118]

Komorbidität mit Depression und Angst
Therapie-Response und Lebensqualität leiden

Bei etwa einem Drittel aller Epilepsie-Patienten besteht eine klinisch relevante Depressions- oder Angstsymptomatik. In einer Übersichtsarbeit beschäftigten sich koreanische Neurologen nun mit dem aktuellen Kenntnisstand zu Prävalenz und den problematischen Folgen dieser Komorbidität.

Quelle: Kwon OY, Park SP; Depression and anxiety in people with epilepsy. J Clin Neurol 10 (2014) 175-188

Panikattacken
Es gibt Differenzialdiagnosen ...

In die Psychiatrie der Uni Mainz kam eine 48 Jahre alte Frau wegen Panikattacken. Erst zwei Stunden zuvor war eine solche aufgetreten. Körperliche Beschwerden verneinte die Patientin. Ihr Hausarzt hatte ihr das Anxiolytikum Opipramol verschrieben, aber sie wollte etwas anderes haben. Die Attacken ...

Quelle: Schlicht KF et al.: A 48-year-old woman with panic attacks. Lancet 384 (2014) 280

Bedarfsmedikation bei sozialer Phobie?

US-Forscher untersuchten die Wirksamkeit und Verträglichkeit des intranasal als Aerosol verabreichten neurosteroidalen Wirkstoffs PH94B bei 91 Patienten (19–60 Jahre) mit sozialer Phobie. Nach im Wochenabstand wiederholter Gabe einer Einzeldosis PH94B war der Disstress-Score in der ...

Quelle: Liebowitz MR: Am J Psychiatry 2014; 171: 675-82

Service
Patientenbroschüren downloaden

Das Unternehmen Lundbeck bietet auf seiner Website www.lundbeck.de eine ganze Reihe von Patientenbroschüren an. Betroffene, Angehörige und Interessierte können sich beispielsweise über Depression, Burnout, Zwangserkrankungen, Depression bei älteren Menschen, Angst und Panik ...

Xenon löscht Erinnerung

Bei Ratten konnte die wiederholte gezielte Gabe des Inhalationsanästhetikums Xenon (25% über 1 h) die Konsolidierung traumatischer Erinnerungen offenbar nahezu blockieren: Exakt während der Reexposition gegenüber einem – zuvor mit einem elektrischen Schock assoziierten – Lichtreiz ...

Quelle: Meloni EG et al.: Xenon Impairs Reconsolidation of Fear Memories in a Rat Model of Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD). PLoS ONE 9 (2014): e106189 [Epub ahead of print: 27. Aug. 2014; doi: 10.1371/journal.pone.0106189]

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