Schizophrenie

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Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

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Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

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Restless-Legs-Syndrom

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Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

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Multiple Sklerose

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Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

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Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

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„Innenwahrnehmung"
Fatigue und autonome Symptome korrelieren

Die Annahme, dass die bei MS-Patienten häufigen subjektiven kognitiven Fatigue-Erscheinungen und Symptome des autonomen Nervensystems auf dem gemeinsamen interozeptiven Netzwerk beruhen, untersuchte jetzt ein deutsch-niederländisches Team.

Quelle: Sander C et al.: Subjective cognitive fatigue ... Front Neurol 2017; 8: 475 [Epub 13. Sept.; doi:10.3389/ fneur.2017.00475]

MS-Behandlung mit Ocrelizumab
Behinderungsprogression schon früh gebremst

Sowohl bei der schubförmig-remittierenden MS (RRMS) als auch bei der primär und sekundär progredienten MS (PPMS, SPMS) ist das zentrale Behandlungsziel, die Behinderungsprogression möglichst früh im Verlauf zu verlangsamen. Dass das in klinischer Prüfung befindliche Ocrelizumab die Krankheitsprogression zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung bremsen kann, berichten jetzt Experten auf einem Satellitensymposium des Unternehmens Roche beim diesjährigen DGN-Kongress in Leipzig.

Quelle: Satellitensymposium: „RMS und PPMS – Gemeinsamkeiten und Unterschiede“, 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leipzig, 21. Sept. 2017. Veranstalter Roche Ocrelizumab: voraussichtl.Handelsname Ocrevus®

Drei Fallberichte
CAVE: Leberschäden nach Kortikosteroidpuls

Hochdosiertes Methylprednisolon i.v. (IVMP) für drei oder fünf Tage ist die Standardbehandlung eines akuten MS-Schubes. Jetzt berichten spanische Neurologen von drei Fällen einer schwerer Hepatotoxizität – und machen Vorschläge für das Management dieser vielleicht doch nicht so seltenen Komplikation.

Quelle: Hidalgo de la Cruz M et al.: Hepatotoxicity after high-dose intravenous methylprednisolone in multiple sclerosis patients. Clin Case Rep 2017; 5(8): 1210-12

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Neurologen würdigen neue MS-Immuntherapeutika

Die Neurologen setzen bei der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) auf neue immunmodulierende Antikörper: Den Preis für das Innovativste Produkt teilen sich 2017 Zinbryta® von Biogen und Ocrevus® von Roche Pharma. Die Facharztgruppe...

Original Pressemitteilung:
CME-Webcast „AED Interaktionen" Update 2017!

Ein rezertifizierter CME-Webcast des Schattauer-Verlages, mit Prof. Dr. Andreas Schulze-Bonhage, Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums im Neurozentrum der Universitätsklinik Freiburg, bietet einen detaillierten Überblick über m&...

Anti-CD52-Antikörper Alemtuzumab
Auch die Hirnatrophie-Zunahme wird verlangsamt

Ohne eine kontinuierliche MS-Medikation kann mit einer Impulstherapie mit Alemtuzumab den klinischen Studien zufolge eine anhaltende klinische Wirksamkeit erzielt werden. Diese umfasst sowohl eine anhaltende Schubratenreduktion als auch die Verlangsamung der Behinderungsprogression. Diese Effekte einschließlich der positiven Wirkungen des monoklonalen CD52-Antikörpers auf die Hirnatrophie, schilderten nun MS-erfahrene Neurologen auf einem von Sanofi Genzyme unterstützten Satellitensymposium beim 90. DGN-Kongress in Leipzig.

Quelle: Satellitensymposium: „Der sichere Umgang mit Multiple Sklerose-Patienten“, 90. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leipzig, 21. Sept. 2017. Unterstützt von Sanofi Genzyme Alemtuzumab: Lemtrada®

Azathioprin, Mitoxantron, Cyclophosphamid
CAVE: Krebsrisiko unter Immunsuppressiva

Die Studienlage ist uneinheitlich: Entwickeln MS-Patienten gehäuft maligne Neubildungen oder nicht? Und hat die Behandlung, besonders mit klassischen Immunsuppressiva, auf das Krebsrisiko einen Einfluss? Diese Zusammenhänge wurden jetzt in einer großen italienischen Kohortenstudie untersucht.

Quelle: Ragonese P et el.: Association between multiple sclerosis, cancer risk, and immunosuppressant treatment: a cohort study. BMC Neurol 2017; 17(1): 155 [Epub 8. Aug.; doi: 10.1186/s12883-017-0932-0]

Gewalttätigkeit nach Entlassung aus der Psychiatrie
Ärger droht, wenn die Patienten weiter kiffen

Substanzkonsum kann sowohl psychiatrische Symptome als auch Gewalttätigkeit fördern. Anders als für Alkohol und Kokain ist die Studienlage zu dem – allgemein eher friedfertig stimmenden – Cannabis dürftig. Ob ein fortgesetzter Konsum von psychiatrischen Patienten nach deren Entlassung einen Einfluss auf gewalttätiges Verhalten hat, prüften prospektiv jetzt kanadische Psychiater.

Depressive Patienten
Kognitive Defizite und Suizidalität

Die bislang ungeklärten Zusammenhänge zwischen kognitiven Beeinträchtigungen und Suizidgedanken bei Patienten mit Major Depression wurden jetzt untersucht.

Quelle: Pu S et al.: Association between cognitive deficits and suicidal ideation in patients with major depressive disorder. Sci Rep 2017; 7(1): 11637 [Epub 14. Sept.; doi: 10.1038/s41598-017-12142-8]

Global Burden of Disease Study
Tod und Behinderung durch neurologische Krankheiten nehmen weiter zu

Zur Global Burden of Disease Study 2015 wurde jüngst eine systematische Analyse zu der spezifischen Krankheitslast durch neurologische Erkrankungen veröffentlicht. Bei den Disability-adjusted life-years (DALY‘s) und den Todesfällen belegten sie den ersten bzw. zweiten Platz. Insgesamt am häufigsten litten die Patienten noch vor demenziellen Syndromen unter Kopfschmerz-Erkrankungen.

Quelle: GBD 2015 Neurological Disorders Collaborator Group: Global, regional, and national burden of neurological disorders during 1990-2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015. Lancet Neurol 2017 [Epub 15. Sept.; doi: 10.1016/S1474- 4422(17)30299-5]

Hintergrund und Hypothese
Melatonin gegen metabolische Atypika-Nebenwirkungen?

Viele atypische Antipsychotika gehen – bei besserer motorischer Verträglichkeit – mit unerwünschten Stoffwechseleffekten wie Gewichtszunahme und metabolischem Syndrom einher. Diese könnten u. a. durch eine gestörte Schlafarchitektur gefördert werden. Unter diesem Aspekt wurde jetzt die Hypothese formuliert, dass Melatonin die metabolischen Atypika-Nebenwirkungen verhüten oder verringern kann.

Quelle: Porfirio MC et al.: Can melatonin prevent or improve metabolic side effects during antipsychotic treatments? Neuropsychiatr Dis Treat 2017; 13: 2167- 74

Kopfschmerz bei Epilepsie-Patienten
Gegenseitige Komorbidität und gemeinsame Pathomechanismen?

Epilepsie und Kopfschmerz, insbesondere Migräne, teilen außer genetischen Dispositionen auch klinische Merkmale und pathophysiologische Mechanismen. Koreanische Neurologen fassten nun die Charakteristika des Kopfschmerzes bei Epilepsie-Patienten sowie pathophysiologische Gemeinsamkeiten zusammen.

Quelle: Kim DW, Lee SK: Headache and Epilepsy. J Epilepsy Res 2017; 7(1): 7-15

Kleine Fallserie zu RLS-Beschwerden
Cannabis lässt Beschwerden „verschwinden"

Ein Teil der RLS-Patienten spricht auf die medikamentöse Therapie nicht ausreichend an, toleriert die Nebenwirkungen nicht oder entwickelt Komplikationen. Nun berichten zwei Neurowissenschaftler aus Bordeaux über sechs Patienten mit schwerem, therapierefraktärem RLS, die sich erstaunlich erfolgreich mit Cannabis selbst behandelten.

Quelle: Megelin T, Ghorayeb I: Cannabis for restless legs syndrome: a report of six patients. Sleep Med 2017; 36: 182-3

Fallkontrollstudie
Vermehrt Herzkreislauf-Krankheiten und Bluthochdruck bei RLS-Patienten?

Die Studienlage zur Häufigkeit von Herzkreislauf-Krankheiten und Hypertonus bei RLS-Patienten ist nicht konsistent. In einer Fallkontrollstudie untersuchte nun ein französisches Team die Beziehungen zwischen diesen Krankheiten.

Quelle: Cholley-Roulleau M et al.: Restless legs syndrome and cardiovascular diseases: A case-control study. PLoS One 2017; 12(4): e0176552 [Epub 26. Apr.; doi: 10.1371/journal.pone.0176552]

Kälberblutextrakt
Kognition nach Schlaganfall gebessert?

Der deproteinierte Kälberblutextrakt Actovegin entfaltet verschiedene pleiotrope Effekte. Seine Wirksamkeit auf kognitive Beeinträchtigungen nach Schlaganfall wurde jetzt in der randomisierten, kontrollierten Studie ARTEMIDA (A Randomized Trial of Efficacy, 12 Months International Double-Blind Actovegin) untersucht.

Quelle: Guekht A et al.: ARTEMIDA Trial (A Randomized Trial of Efficacy, ... Stroke 2017; 48(5): 1262-70

Patienten mit Schlaganfall
MRT zeigt Zeichen für vorbestehende Hirnschädigung

Schon vor einem akuten Schlaganfall können vaskuläre Risikofaktoren zur zerebralen Hypoperfusion beitragen und damit auch den vulnerablen Hippokampus schädigen. Die Zusammenhänge zwischen vaskulären Risikofaktoren, ischämischem Schlaganfall und MRT-Markern der Hirnalterung wurden nun in der australischen Studie Cognition and Neocortical Volume After Stroke (CANVAS) untersucht.

Quelle: Werden E et al.: Structural MRI markers of brain aging early after ischemic stroke. Neurology 2017; 89(2): 116-24

Episodische Migräne
Komorbide Schmerzen sprechen für spätere Kopfschmerz-Chronifizierung

Migräne-Patienten haben eine hohe Komorbidität an anderen Schmerzbildern. Tragen diese zum Übergang von einer episodischen zu einer chronischen Migräne bei? Dieser Frage gingen US-Forscher anhand der großen Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study (CaMEO) nach.

Quelle: Scher AI et al.: Comorbid pain and migraine chronicity: the Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study. Neurology 2017; 89(5): 461-68

Elektrokrampftherapie (EKT)
Klinikwiederaufnahmen fast halbiert

Die EKT kann als die wirksamste Behandlung bei therapieschwieriger bzw. -refraktärer Depression angesehen werden. Jetzt weisen US-Studiendaten einer großen Kohorte darauf hin, dass sie bei stationär behandelten Patienten mit verschiedenen schweren affektiven Störungen die Krankenhaus-Wiederaufnahmeraten deutlich reduzieren kann.

Quelle: Slade EP et al.: Association of electroconvulsive therapy with psychiatric readmissions in US hospitals. JAMA Psychiatry 2017; 74(8): 798-804

Cross-over-Studie
Antidepressiva-Augmentation mit Magnesium

Nach Hinweisen aus kleinen Studien wurde nun in einem offenen Cross-over-Design getestet, ob eine verträgliche und wirksame Augmentation von Antidepressiva mit „Over the counter“ (OTC) gehandelten Magnesium-Präparaten möglich ist.

Quelle: Tarleton EK et al: Role of magnesium supplementation in the treatment of depression: A randomized clinical trial. PLoS One 2017; 12(6): e0180067 [Epub 27. Juni; doi: 10.1371/journal.pone.0180067]

Systematische Übersicht und Metaanalyse
ADHS-Schwere und Internet-Abhängigkeit

Dass Kinder mit einer ADHS ausgesprochen internetaffin sind, ist eine wiederkehrende Erfahrung. Jetzt wurde die Beziehung zwischen ADHS und einer Internet-Abhängigkeit in einer systematischen Übersicht und Metaanalyse untersucht.

Quelle: Wang BQ et al.: The association between attention deficit/ hyperactivity disorder and internet addiction: a systematic review and meta-analysis. BMC Psychiatry 2017; 17(1): 260 [Epub: 19. Juli; doi: 10.1186/s12888- 017-1408-x]

Varia
Doppelfacharzt mit „Combined Residency"

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG hat deutschlandweit ein einzigartiges Weiterbildungskonzept für die Neurologie/Psychiatrie aufgelegt: Im „Combined Residency“-Programm werden beide Facharzttitel in nur acht Jahren erworben, wobei jährlich zwischen beiden Abteilungen ...

Service
ADHS: Therapieanleitung und -begleitung

Das Unternehmen MEDICE (Medikinet® adult) begleitet die multimodale ADHS-Therapie mit praxisnahen Materialien: Für die Pharmakotherapie steht u. a. ein BtM-Ratgeber zur Verfügung, und für die Psychoedukation wurden fünf Module konzipiert, die über die typische ADHS-...

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