Schizophrenie

Schizophrenie

Noch immer viele offene Fragen: Neues zur Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen

Mehr

Newsticker

Newsticker

Aktuelle Meldungen aus der Pharma-Forschung, zu neuen Behandlungsoptionen und zu Gefahren der Therapie.

Mehr

Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom

Das klinische Bild ist weitgehend klar, doch viele ätiologische und therapeutische Aspekte des RLS sind noch nicht erforscht.

Mehr

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose

Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) explodieren förmlich.
Wie kann den Patienten am besten geholfen werden?

Mehr

CME-Fortbildung

CME-Fortbildung

Die „Continuos Medical Education“ (CME) ist zurecht ein essentielles Element für gute ärztliche Arbeit. Wir tragen dazu bei.

Mehr

Pharma-Navigator

Pharma-Navigator

Neue Medikamente, andere Zubereitungen – Originalpräparate und Generika... Wer macht was?

Mehr

Home

Second-line-Therapie mit Oxycodon/Naloxon
Schlaf und Lebensqualität verbessert

Die First-line-Therapie des RLS besteht aus L-Dopa und Dopaminagonisten. Bei unzureichendem Ansprechen, unerwünschten Nebenwirkungen oder Augmentation der Symp - tomatik steht für Patienten mit schwerem bis sehr schwerem idiopathischem RLS mit der Kombination aus retardiertem Oxycodon/Naloxon eine seit 2014 zugelassene Alternative zur Verfügung. Die anhaltende hohe Wirksamkeit dieser Second-line-Therapie zeigen die Ergebnisse einer internationalen Studie. Eine jüngst veröffentlichte erweiterte Auswertung der Studie belegt die Verbesserung des Schlafs und der Lebensqualität.

Quelle: Oertel WH et al.: Sleep and quality of life under prolonged release oxycodone/naloxone for severe restless legs syndrome: an analysis of secondary efficacy variables of a double-blind, randomized, placebo-controlled study with an open-label extension. CNS Drugs 2016; 30; 749-760; Trenkwalder C et al.: Prolonged release oxycodone–naloxone for treatment of severe restless legs syndrome after failure of previous treatment: a double-blind, randomised, placebo-controlled trial with an open-label extension. Lancet Neurol 2013; 12: 1141-50 retardiertes Oxycodon/Naloxon: Targin®

Bei Kindern mit RLS
Was bringt die Eisensubstitution langfristig?

Bei Kindern mit RLS, die entleerte Eisenspeicher aufweisen, hat sich die Substitution von Eisen kurzfristig als wirksam erwiesen. In den USA wurden nun bei Kindern mit einem RLS bzw. einer Periodic limb movement disorder (PLMD), also mit Schlafstörungen oder Fatigue einhergehenden stereotypen Gliedmaßenbewegungen (≥ 5/h) im Schlaf, die Langzeiteffekte einer oralen Eisengabe untersucht.

Quelle: Dye TJ et al.: Outcomes of long-term iron supplementation in pediatric restless legs syndrome/ periodic limb movement disorder (RLS/PLMD). Sleep Med 2016: pii: S1389-9457(16)00044-7 [Epub Feb 12.; doi: 10.1016/j.sleep.2016.01.008

Depressionen bei MS-Patienten
Beck Depression Inventory II zum Screening?

Rund 50% der MS-Patienten leiden unter Depressionen. In einer italienischen Multicenter- Studie wurde in einer heterogenen MS-Population gepürft, wie gut sich depressive Symptome mit dem Beck Depression Inventory II (BDI II) erfassen lassen.

Quelle: Solaro C et al.: Depressive symptoms correlate with disability and disease course in multiple sclerosis patients: an italian multi-center study using the Beck Depression Inventory. PLoS one 2016; 11(9): e0160261 [doi:10.1371/journal.pone.0160261]

Original Pressemitteilung:
CME-Webcast „AED Interaktionen" Update 2017!

Ein rezertifizierter CME-Webcast des Schattauer-Verlages, mit Prof. Dr. Andreas Schulze-Bonhage, Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums im Neurozentrum der Universitätsklinik Freiburg, bietet einen detaillierten Überblick über m&...

Original Pressemitteilung:
Neuer CME-Webcast mit 4 Punkten zertifiziert

Prof. Dr. Bettina Schmitz, Chefärztin der Klinik für Neurologie, Stroke Unit und Zentrum für Epilepsie am Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin, erläutert in dem neuen CME-Webcast „Monotherapie bei Epilepsie“ die ...

Depletion CD20-positiver B-Zellen mit Ocrelizumab
Phase-III-Daten bestätigen das hohe Potenzial

Der noch in klinischer Prüfung befindliche humanisierte Antikörper Ocrelizumab depletiert selektiv CD20-exprimierende B-Zellen. Eine explorative Analyse der beiden Phase- III-Studien des Entwicklungsprogramms ORCHESTRA bestätigt das hohe Potenzial von Ocrelizumab bei Patienten mit schubförmiger MS (RRMS), so deutsche Experten auf einem Pressegespräch von Roche beim 89. DGN-Kongress. Erstmals wurde ein signifikanter Therapieeffekt auch bei Patienten mit primär progredienter MS (PPMS) erzielt.

Quelle: PRESSEGESPRÄCH
„B-wegung in der MS-Therapie: Krankheitsaktivität mit selektiver B-Zell-Depletion unterdrücken“, 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Mannheim, 22. Sept. 2016. Veranstalter: Roche Pharma Ocrelizumab: voraussichtlicher Handelsname Ocrevus®

Internationale MS-Stichprobe
Lifestyle korreliert eng mit der Behinderung

In einer Querschnittsstudie untersuchten australische Epidemiologen bei MS-Patienten die Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren und der Behinderungszunahme.

Quelle: Jelinek GA et al.: Associations of lifestyle, medication, and socio-demographic factors with disability .... PLoS One 2016; 11(8): e0161701 [Epub 25. Aug; doi: 10.1371/journal.pone.0161701]

Hirnatrophie und Gedächtnisstörungen
Wie wirken sich kortikale Läsionen aus?

Untersuchungen zufolge können kortikale Läsionen zur klinischen MS-Schwere erheblich beitragen. In der Schweiz wurden nun Patienten mit und ohne kortikale Läsionen hinsichtlich neuroanatomischer, klinischer und kognitiver Merkmale miteinander verglichen.

Quelle: Geisseler O et al.: The relevance of cortical lesions in patients with multiple sclerosis. BMC Neurol 2016; 16(1): 204 [doi: 10.1186/s12883-016-0718-9]

Experimentelle Studie am Menschen prüft Klischee
Macht Alkohol aggressiv, Cannabis friedlich?

Der Alltagserfahrung nach kommt es unter Alkoholeinfluss häufiger zu aggressivem Verhalten und Gewalttätigkeit, während Cannabis-Konsumenten eher lethargisch sind und sich friedlich verhalten. Doch von diesem Klischee gibt es auch Ausnahmen. Niederländische und deutsche Psychopharmakologen und Toxikologen überprüften die Zusammenhänge nun in einer experimentellen Studie mit provozierter Aggression.

Quelle: Sep De Sousa Fernandes Perna EB et al.: Subjective aggression during alcohol and cannabis intoxication before and after aggression exposure. Psychopharmacology (Berl) 2016; 233(18): 3331-40

Fünf Jahre Krieg in Syrien
Das sind die Konsequenzen für die Kinder

Die bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien wollen nicht enden – und die Zivilbevölkerung scheint besonders stark in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Geschätzte 15 Millionen syrische Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Eine Gruppe von Forschern aus Ägypten, Belgien, Quatar und der Türkei untersuchten nun die vielschichtigen, auch medizinischen Folgen des Krieges auf die vulnerabelste Gruppe, die Kinder.

Quelle: Elsafti AM et al.: Children in the Syrian civil war: the familial, educational, and public health impact of ongoing violence. Disaster Med Public Health Prep 2016; 1-9 [Epub 14. Okt.; doi: 10.1017/dmp. 2016.165]

Langzeitdaten zu Teriflunomid
Anhaltende MS-Kontrolle, Hirnatrophie-Rate verringert

Das zur Therapie der milden bis moderaten RRMS indizierte Teriflunomid ermöglicht eine langfristige Kontrolle der MS-Aktivität. Dies zeigen u. a. Langzeitauswertungen über bis zu 13 Jahre, die auf einem Satellitensymposium von Sanofi Genzyme im Rahmen des 89. DGN-Kongresses vorgestellt wurden. Außerdem kommt es unter dem oralen Immunmodulator zu einer Verlangsamung der Hirnatrophie-Rate.

Quelle: „AUBAGIO: Mehr Ruhe vor MS“, 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Mannheim, 22. Sept. 2016. Veranstalter: Genzyme Teriflunomid: Aubagio®

Dimethylfumarat über bis zu sieben Jahre
Therapienaive und vorbehandelte Patienten profitieren

Die Freiheit von jeglicher Krankheitsaktivität (NEDA) ist heute bei Patienten mit schubförmiger MS kein unrealistisches Therapieziel. Neue Daten aus dem Praxisalltag über bis zu sieben Jahre zeigen, dass therapienaive und vorbehandelte Patienten von der oralen Therapie mit Dimethylfumarat (DMF) erheblich profitieren können, so MS-Experten auf einem von Biogen unterstützten Satellitensymposium auf dem 89. DGN-Kongress.

Quelle: SATELLITENSYMPOSIUM
„MS Patient Journey – Der individuelle Weg des Patienten: Milde/moderate MS-Verlaufsformen im Fokus", 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Mannheim, 22. Sept. 2016. Veranstalter: Biogen Dimethylfumarat (DMF): Tecfidera®

Alternative in der MS-Behandlung
Generisches Glatirameracetat in Deutschland

Das seit 20 Jahren in der Behandlung der schubförmigen MS bewährte Glatirameracetat liegt jetzt als generische Zubereitung vor. Es hat in einer klinischen Studie seine therapeutische Gleichwertigkeit mit dem etablierten Glatirameracetat-Präparat (20 mg s.c. täglich) nachgewiesen, berichteten Experten jüngst auf einem von Mylan veranstalteten Pressegespräch im Rahmen des 89. DGN-Kongresses.

Quelle: PRESSEGESPRÄCH
„Mit Mylan Multiple Sklerose neu erfahren", 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Mannheim, 22. Sept. 2016. Veranstalter: Mylan Glatirameracetat: Clift®

Kognition bei Demenz-gefährdeten Älteren
Aktiver Lebensstil hilft mehr als stures Üben

Wie die Kognition bei älteren Menschen mit hohem Demenz-Risiko geschützt werden kann, untersuchte ein internationales Neurologen- und Psychologenteam. Nach den Ergebnissen einer kontrollierten Interventionsstudie hilft ein allgemein aktiverer Lebensstil deutlich mehr als ein strukturiertes körperliches oder kognitives Übungsprogramm.

Quelle: Küster OC et al.: Cognitive change is more positively associated with an active lifestyle than with training interventions in older adults at risk of dementia: a controlled interventional clinical trial. BMC Psychiatry 2016; 16(1): 315 [Epub 8. Sept.; doi: 10.1186/s12888-016-1018-z]

Komplikationen unter Dopaminergika
Treten Impulskontrollstörungen bei Augmentation gehäuft auf?

Impulskontrollstörungen (ICD) wie pathologisches Spielen, zwanghaftes Shoppen und Hypersexualität stellen eine ernste Komplikation bei der Behandlung mit dopaminergen Medikamenten dar – offenbar nicht nur bei Parkinson-Patienten, sondern auch bei RLSBetroffenen. Jetzt wurde in einer Fall-Kontroll-Studie untersucht, ob ICD-Symptome bei Patienten mit Augmentation der RLS-Beschwerden gehäuft auftreten.

Quelle: Heim B et al.: Augmentation and impulsive behaviors in restless legs syndrome: Coexistence or association? Neurology 2016; 87(1): 36-40

Patienten mit Major Depression
Mirtazapin verringert Benzodiazepin-Einnahme

Nicht wenige depressive Patienten werden mit Benzodiazepinen (BZD) behandelt. Nun versuchten japanische Psychiater in einer offenen, an Praxisbedingungen orientierten multizentrischen Studie zu klären, inwieweit Mirtazapin und zwei SSRI-Antidepressiva die BZD-Einnahme reduzieren können.

Quelle: Hashimoto T et al.: Effect of mirtazapine versus selective ... Ann Gen Psychiatry 2016; 15: 27 [Epub 19. Okt.; doi: 10.1186/s12991-016-0115-1]

Unveröffentlichte Studiendaten
Erhaltungstherapie mit SSRI und TZA enttäuschte

In der achtwöchigen Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie 329 war die Wirksamkeit von Paroxetin und Imipramin bei Patienten mit unipolarer Major Depression untersucht worden. Nun wurden auf Betreiben der Initiative Restoring Invisible and Abandoned Trials (RIAT) die unveröffentlichten Daten der sechsmonatigen Studienverlängerung ausgewertet. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Quelle: Le Noury J et al.: Study 329 continuation phase: Safety and efficacy of paroxetine and imipramine ... Int J Risk Saf Med 2016; 28(3): 143-61

NMR-gestützte Urinanalyse
Objektive Laborbefunde für eine Poststroke-Depression?

Nach einem Schlaganfall entwickeln etwa 30% der Patienten relevante depressive Symptome, die mit klinischen Ratingskalen erfasst werden können. Doch an objektiven Befunden mangelt es noch. Chinesische Forscher befassten sich nun mit der Suche nach potenziellen Biomarkern einer Poststroke-Depression (PSD) im Urin der Patienten.

Quelle: Xiao J et al.: Discriminating poststroke depression from stroke by nuclear magnetic resonance spectroscopy-based metabonomic analysis. Neuropsychiatr Dis Treat 2016; 12: 1919-25

Frühe Parkinson-Stadien
Korrelieren NMS und Riechstörungen?

In einer chinesischen Studie wurde bei Patienten in frühen Parkinson-Stadien geprüft, ob bzw. inwieweit nicht-motorische Symptome (NMS), die sich vielfach vor den motorischen Symptomen manifestieren, mit den ebenfalls früh im Verlauf auftretenden Riechstörungen zusammenhängen. Könnten beide der Parkinson-Frühdiagnose dienen?

Quelle: Wu L et al.: A study of the non-motor symptoms in early Parkinson's disease with olfactory deficits. Eur Rev Med Pharmacol Sci 2016; 20(18): 3857-62

Bilaterale STN-THS
Verbale Gedächtnisstörungen und die präoperativen Hirnvolumina

Über kognitive Störungen nach einer tiefen Hirnstimulation (THS) bei Parkinson-Patienten wurde verschiedentlich berichtet. Hängen negative Effekte einer bilateralen THS des Nucleus subthalamicus (STN) auf das verbale Gedächtnis mit präoperativen Hirnvolumina und/oder klinischen Krankheitsfaktoren zusammen?

Quelle: Geevarghese R et al.: Verbal memory decline following DBS for Parkinson's Disease: structural volumetric MRI relationships. PLoS One 2016; 11(8): e0160583 [Epub 24. Aug.; doi: 10.1371/ journal.pone.0160583]

Kinder und Jugendliche mit Epilepsie
Verhaltensprobleme beeinflussen die Lebensqualität

Studien zufolge haben Verhaltensprobleme bei pädiatrischen Epilepsie-Patienten eine Prävalenz von 16% bis 77% – gegenüber 9% bei Kindern der Normalbevölkerung. Nun wurde untersucht, inwieweit spezifische Verhaltensmerkmale mit der Lebensqualität in Zusammenhang stehen.

Quelle: Choi HY et al.: Social behavioral problems and the health-related quality of life in children and adolescents with epilepsy. Psychiatry Investig 2016; 13(5): 488-95

Ultrarisiko-Personen
PET-Studie zeigt Mikroglia-Aktivierung

In einer Bildgebungsstudie konnten Forscher zeigen, dass bei Personen mit einem Ultrahochrisiko für die Entwicklung einer Schizophrenie eine Aktivierung der Mikroglia vorliegt. Damit wird die Theorie einer (neuro)entzündlichen Mitverursachung gestützt.

Quelle: Bloomfield PS et al.: Microglial activity in people at ultra high risk of psychosis and in schizophrenia: an [(11)C]PBR28 PET brain imaging study. Am J Psychiatry 2016; 173(1): 44-52

GFI Der Medizin-Verlag

Anschrift

GFI. Gesellschaft für medizinische Information mbH
Paul-Wassermann-Straße 15
81829 München

Telefon: +49 89 4366300
Fax: +49 89 436630210
E-Mail: info@gfi-online.de

Copyright © 2017, GFI | AGB | Sicherheit und Datenschutz | Impressum